Das Wappen der Familie 

Unser  Familienwappen
Seit über 400 Jahren
Eingehende Untersuchungen des in unserer Familie seit 1559 ununterbrochen geführten Wappens, festgestellte Varianten im Vergleich untereinander und zum ursprünglichen, ältesten Wappen nebst Schlußfolgerungen.

Die gründliche Untersuchung des in unserer Familie seit einigen Jahrhunderten geführten Wappens erwies sich im Verlauf seiner gründlichen Bearbeitung umständlicher und mühevoller, als der forschende Bearbeiter zuerst annahm.

Dies hatte verschiedene Gründe. Einmal fühlten sich die Herausgeber dieser Beiträge verpflichtet, jede, aber tatsächlich auch jede zu vermutende Quelle zu suchen und aufzuspüren, in dem Sinne nämlich, wie Franz Josef Dalquen einmal zur Frage der Arbeit in Archiven sagte: "Entweder man weiß genau, was man will, oder man sucht, was man noch nicht weiß."

So konnte vermutet werden, daß noch weitere als die uns schon bekannten literarischen Quellen Wappenhandschriften und -Abbildungen in den Archiven vorhanden sein müßten. Demnach mußten erst einmal die in deutschen und ausländischen Archiven lagernden und für uns infrage kommenden Wappenbücher etc. gesucht, und diese dann selbst besorgt und studiert werden. Unter zahlreichen Werken dieser Art konnten auch tatsächlich einige weitere Beschreibungen und Abbildungen unseres Wappens gefunden werden. Die Korrespondenzen hinsichtlich dieser Unternehmung und das Studium in den Bibliotheken waren nicht gering, und natürlich war nur ein Bruchteil dieser umfangreichen Bemühungen von Erfolg gekrönt. Aber um diese Erfolge hatte sich die Arbeit gelohnt, und die Forscher sehen sich angesichts des Gefundenen um wesentliche Erkenntnisse bereichert.

Zum anderen aber- und dies in Umfang und Reichhaltigkeit unerwartet- zeigten die uns aus der Familie zur Verfügung gestellten Wappenabbildungen (Siegel, Wappenbilder, Exlibris und anderes) eine derartige Vielzahl von Varianten und Abweichungen in den Wappendetails, daß die sie "Sezierenden" große Geduld und Mühen aufzuwenden hatten, um gerade diese zahllosen Varianten richtig zu entziffern, zu entschlüsseln, einzuordnen und aus ihnen die entsprechenden Schlüsse zu ziehen.

Alles in allem: diese zwar mühevolle, aber ungemein interessante und aufschlußreiche Untersuchung unseres Wappens erwies sich im Laufe der notgedrungen immer eingehenderen Forschungen als ein recht kompliziertes Unterfangen, da es, Schritt für Schritt, nicht nur fundierte Erklärungen und Beweise, sondern vor allen Dingen hinsichtlich der Schlußfolgerungen, was denn das "richtige" Wappen ist, auch erhebliche Verantwortung verlangte.

Franz Josef Dalquen hat sich dieser Aufgabe mit wissenschaftlicher Akribie unterzogen, und die am Schluß dieses Berichtes erwähnte Eintragung eines historisch und heraldisch "richtigen" Wappens in die Hessische Wappenrolle kann daher mit gutem Gewissen verantwortet werden.

Aus Kostengründen haben wir leider darauf verzichten müssen, verschiedene aber gravierende Formen unseres Wappens aus Vergangenheit und Gegenwart farbig wiederzugeben, um Vergleiche zu ermöglichen. (Wir werden uns bemühen, diese zukünftig im WWW darzustellen.)
 
Wir meinen aber, daß die nachfolgend in Schwarz-Weiß wiedergegebenen Beispiele aus ältester und älterer Vergangenheit und unsere Texte hierzu den gleichen Dienst tun.

Am wichtigsten schien uns natürlich, farbige Wiedergaben des bereits eingetragenen Wappens diesem Bericht beizuheften und beizulegen, dazu je ein Exemplar der Wappenrolle mit dem veröffentlichten, farbschraffierten Wappen in Schwarz-Weiß. (Dieses steht zum Download auf der grafischen Wappenseite bereit.)

Das dort abgebildete farbige Wappen in Großformat soll nicht nur im Besitz der Berichtsempfänger bleiben, sondern von diesen an andere Familienmitglieder weitergegeben werden, damit das Wappen weiteste Verbreitung findet.
Es ist im übrigen absolut möglich, von dieser kleinen, farbigen Wappenvorlage Farbnegative und Vergrößerungen in verschiedenen Formaten zu machen, sofern interessierte Familienmitglieder großformatige, farbige Wappen einrahmen wollen.( Auch höher aufgelöste Grafiken können bereitgestellt werden.)

Daß die farbigen Wappenbeilagen und die Illustrationen in diesem Beitrag nur dank der freigebigen Spenden vieler Familienmitglieder möglich waren, sei hier noch ausdrücklich und dankbar erwähnt.

Da der nachfolgende ausführliche Bericht eine einmalige und sicherlich endgültige Untersuchung darstellt, die später höchstens durch Details ergänzt wird, soweit solche noch entdeckt werden können, und da dieser Bericht (sowie auch die vorhergehenden und zukünftigen) an zwei Archive gehen, erbitten wir das Verständnis der Familie dafür, daß wir glaubten, nicht darauf verzichten zu können, auch einige Tabellen und Aufstellungen zu bringen, die auf den ersten Blick überflüssig erscheinen mögen. Sie sind aber eine notwendige Vervollständigung der zahlreichen untersuchten Wappen, Siegel und Beschreibungen etc. und werden auch den nach uns forschenden Familienmitgliedern die Quellen, ihre Untersuchung, Zusammenstellung und Bearbeitung aufzeigen, derer sie dann bedürfen, um nämlich nicht wieder dort beginnen zu müssen, wo wir anfingen.

Schließlich sei uns noch ein offenes Wort zu einem Satz des Verfassers dieses Berichtes gestattet. So sagt Franz Josef Dalquen, daß der strenge (und heraldisch) richtige Charakter unseres Familienwappens am ehesten für die niederländischen Vorfahren zutreffe. Zwar seien die untersuchten Wappen und Siegel, die uns die Heutigen zur Verfügung gestellt haben, in den entscheidenden Merkmalen mit denen unserer niederländischen Vorfahren identisch, aber in Einzelheiten oftmals in einer dem persönlichen Geschmack und der Phantasie des einzelnen entsprechenden Art und Weise verändert worden.

Sicherlich waren hierfür oftmals auch verantwortlich die fehlenden heraldischen Kenntnisse von Steinmetzen (siehe Grabstein des Johann Leonhard Dalken in Seligenstadt,  1732), von Siegelschneidern (Siegelringe und Petschaften), Graphikern (Exlibris) und wohlmeinenden kunstbeflissenen, aber heraldisch nicht versierten Malern und Graveuren. Solche unheraldischen, wenn auch phantasie- und gemütvoll und farbige Deutungen mögen ihren Besitzern ans Herz gewachsen und teuer sein, vor allem wenn sie alt und überkommen sind, aber "richtig" sind sie trotzdem nicht. Und wenn selbstverständlich nicht erwartet werden kann, daß solche Siegelringe und Exlibris, farbige Wappendarstellungen auf Holz und Leihwand, Porzellan, Glas, Kerzen oder Gläsern nunmehr verworfen werden, so sollte aber dieses von Gemüts wegen verständliche Beharrungsvermögen und die Anhänglichkeit an geerbte Wappenbilder nicht dazu verführen, dem auf Grund der nachfolgenden gründlichen Untersuchung dieses Problems sich zwangsläufig ergebenden "richtigen" Wappen die Anerkennung und die Verbreitung zu versagen.

In der Zukunft sollte und dürfte daher nur noch das anliegende gewissenhaft rekonstruierte und wissenschaftlich fundierte "richtige" Wappen dargestellt und verwendet werden!

Wenn dieser durchaus begründeten Erwartung in der Zukunft entsprochen wird, dann hat auch deshalb der nachfolgende Bericht seinen Zweck vollkommen erfüllt.

Fortsetzung: Kleine Wappenkunde zur Einführung

www.dalquen.info