Geschichte
der Familie
Verwandtschaft,
eng
oder weit gesehen
Ja,
was rechnet denn der Einzelne so ganz allgemein zur Familie? Nun
Geschwister, Eltern, Onkel und Tanten sowie deren Ehegatten und
Nachkommen, Großeltern und Urgroßeltern und einige
mehr oder auch weniger. Familie bedeutet uns normalerweise dieser
verhältnismäßig kleine Kreis der engeren
Blutsverwandtschaft. Und schon dieser ist für manchen von uns
nicht mehr recht übersichtlich, und das
Zusammengehörigkeitsgefühl der Verwandten in diesem
Kreis untereinander hängt von vielen
persönlichen und sachlichen Gegebenheiten ab.
Blutsverwandtschaft,
das ist also mehr oder minder, der
landläufige Begriff für den engeren Familienkreis,
aber Blutsverwandtschaft ist genau so zutreffend für den
großen Kreis der Familie in Vergangenheit und Gegenwart, das
dürfen wir nicht vergessen und nicht verkennen.
Ob
wir wollen oder ob wir daran denken oder ob wir es wissen oder
nicht, aber wir sind blutsverwandt mit jenem Theodor (Dieter) Dalken,
der, vor
dem Ende des Dreißigjährigen Krieges von
Lüttich kommend, mit seinem Bruder Wilhelm (Kanonikus in
Aschaffenburg) in Deutschland, in Seligenstadt am
Main, einwanderte und der damit der Ahnherr aller nach ihm gekommenen
Dalken/ Dalcken/ Dalquen/ d' Alquen ist. Wir sind auch blutsverwandt
mit Theodors Mutter, der Maria Colchon, Schwester des in 1622 von St.
Trond
nach Seligenstadt gerufenen späteren Abtes Leonhard Colchon
aus
Lüttich, womit angedeutet werden soll, daß auch die
in
unsere
Familie eingeheirateten Frauen zu dieser unserer Blutsverwandtschaft
gehören.
Aber
wir sind auch, weiter zurückgehend, mit jenem Adam van
Alken, dem vom Erzbischof in Lüttich in St. Trond eingesetzten
und
bestätigten Schöffen (von dem Siegel und von ihm
unterschriebene Dokumente aus 1557 bis 1572
vorliegen) blutsverwandt, was noch zu erhärten sein
wird, und
wir sind es auch dann mit seinen Vorfahren.
Alles
in allem ein ganz schöner, umfangreicher Bogen, und wir
ersehen aus den obigen Andeutungen schon, wie weit dieser gespannt ist
und gleich
einem Regenbogen eine ganze Welt der Verwandtschaft umfängt
und
dessen Farben all die vielen Linien, Äste und
Verästelungen
und die bunten
Lebensschicksale unserer so zahlreichen und markanten Verwandten in der
Vergangenheit
bis zur Gegenwart hin symbolisiert .
Aus
diesem Grunde wählten wir auch für das
Umschlagblatt der Berichte die Überschrift: Beiträge
zur
Geschichte der Familie van Alken/Dalcken/Dalquen/d'Alquen, um auch
damit den Bogen unserer
Bemühungen von der Vergangenheit bis hin zur Gegenwart
anzudeuten
und setzten
deshalb auch auf das Titelblatt das Wappen der
niederländischen
van
Alken und der heutigen Dalquen/ d'Alquen, wobei die
Übereinstimmung
beider
Wappen ins Äuge fallt. Aber darüber und über
die unterschiedlichen
Namensformen, die von van Alken über d'Alken, d'Alcken, de
Alca
und Dalken nach Dalcken
und schließlich nach Dalquen und d'Alquen reicht, an anderer
Stelle mehr.
Beginn
der ersten systematischen Forschungen.
Aufgrund
der bisherigen Ausführungen also kann unterstellt
werden, daß die sich um die Erforschung unserer
Familiengeschichte
bemühenden Herausgeber der Familienberichte nicht so
ohne
weiteres ein
Zusammengehörigkeitsgefühl der Heutigen (an
die wir uns
ja wenden) innerhalb dieses
angedeuteten großen Kreises voraussetzen können, nur
darf
die
Bereitschaft von den Angesprochenen erwartet werden, willig zu sein,
sich in diesen
großen Kreis einführen, sich unterrichten zu lassen
und sich
schließlich am Ende der Faszination hinzugeben, die das
Eindringen in die
familiengeschichtliche Vergangenheit, den Wunsch nach Mehrwissen und
damit letztlich auch das Zusammengehörigkeitsgefühl
bewirkt,
das die
für Sie tätigen Familienforscher brauchen, um
nämlich
nicht im luftleeren Raum zu operieren,
das aber auch die Voraussetzung für die eine oder andere
Mitarbeit
oder
Beantwortung von Fragen ist und auch dafür, daß alle
den
rechten
Nutzen und die Befriedigung aus dem ziehen, was die Herausgeber mit
ihrer Arbeit aus der Familie
und für die Familie, und dies alles auch zur Erhaltung und
Sicherung
für unsere Nachkommen, anstreben.
Es
scheint eine Tatsache zu sein, daß in der älteren
Vergangenheit keine systematischen, familiengeschichtlichen Forschungen
betrieben worden
sind, wenigstens haben sich bis heute keine nachgelassenen Beweise
dafür finden lassen. Das ist schade und angesichts der
Fülle der
farbigen Geschehnisse in dieser aus den verschiedensten
Gründen
interessanten und vielseitigen Familie zu bedauern. Aber das soll uns
nicht hindern, jetzt damit zu beginnen.
Lediglich
sind in allen Generationen schriftliche Nachweise
geführt und der Stiftsadministration in Aschaffenburg
eingereicht
worden, die den Nachweis der Abstammung über Theodor (Dieter)
Daiken auf den Stifter der Fleischbein'schen Stiftung des
kurmainzischen Hofrats Casparus von Fleischbein ab 1698 erbrachten, und
zwar zur Erlangung eines Stipendiums aus dieser Stiftung für
ihre
Söhne und Töchter. Auch über diesen recht
interessanten
Vorgang, mit dem unsere Familie eng zusammenhängt- weitere
Einzelheiten zu einem späteren Zeitpunkt.
Erstmaliger
Versuch gründlicher und systematischer Forschung
Erst
in den Zwanziger Jahren dieses Jahrhunderts beginnt Roman Freiherr von
Pracházka, dessen Urgroßmutter, die Johanna Anna,
geb.Jeanette Dalquen, 1800-1887, eine Nachfahrin des Johann Heinrich
Dalcken aus Seligenstadt, Urenkels unseres deutschen Stammvaters
Theodor (Dieter) Dalken nämlich, mit einer breitangelegten
Forschung innerhalb seiner und der Familien der eingeheirateten Frauen
und deren Sippen. 1928 kann Procházka der
Öffentlichkeit sein
864seitiges Werk "Meine 32 Ahnen und ihre Sippenkreise" vorlegen, unter
dessen Suskribenten wir die folgenden Familienmitglieder finden:
Carl
und Mathilde
d'Alquen, Essen, Friedrich Dalquen, Leipzig, Hans Dalquen,
München, Ludwig Dalquen, Heldenbergen und Robert Dalquen,
Frankfurt/Main.
Damit
ist, ohne Frage also zum ersten mal, auch über unsere
Familie geforscht und berichtet worden, wenn auch vorerst in erster
Linie noch in reinen Daten. Aber dies war und ist auch heute noch die
Basis für alles, was danach kam, und was von den Herausgebern
dieser Berichte beabsichtigt ist.
Procházkas
Werk bot sich demnach also als erstes
zusammenhängendes Forschungsergebnis an, und von der hier
gebotenen Basis aus setzten viele Jahre später dann auch die
ersten Bemühungen von Rolf d'Alquen ein, die über die
gebotenen reinen Daten hinaus auch die Lebensschicksale der Vorfahren
ergründen sollten und vieles andere mehr.
Der
Krieg beendet diese Bemühungen...
Und
wiederum war es Roman v. Procházka, der, unter widrigen
Umständen nach dem Krieg eine neue und erweiterte und nur auf
unsere Familie beschränkte Datengenealogie erarbeitete und,
wie
schon in den Zwanziger Jahren, von Prag aus Kontakte nach Deutschland
wieder- bzw. neuanknüpfte. Auch diesmal wieder regte sein
neuerliches Vorhaben an zur Wiederaufnahme der vor dem Krieg in
Deutschland begonnenen Anstrengungen eigener Forschungen.
Dafür
sagen wir unserem Vetter Roman an dieser Stelle ausdrücklich
unseren Dank.
Im
Verlauf dieser also wieder angeknüpften Kontakte fanden
sich
der Kaufmann Rolf
d'Alquen in Bremen (westf. Linie) und der
Oberstudienrat Franz
Josef Dalquen
in Gersthofen bei Augsburg (hess. Linie) zusammen, um nunmehr gemeinsam
und in engstem Kontakt miteinander eine Arbeit fortzusetzen, von der
sie meinen, daß sie, zwar bar jedes materiellen Nutzens,
jedoch
aus vielerlei Gründen getan und zwar gründlich getan
werden
sollte, nicht zuletzt auch deshalb, um der Bedeutung unserer Ahnen,
ihrer Schicksale und der Suche nach unseren Urvätern gerecht
zu
werden, und dies alles auch für die nach uns Kommenden zu
sichern
und ihnen zu erhalten.
Ist
Familienforschung sinnvoll?
Bereits
im zweiten Bericht, Seite 8 und 9 wird die Frage nach dem Sinn
der Familienforschung gestellt. Zur Rechtfertigung
gegenüber Gleichgültigkeit und Resignation
wird
das höhere allgemeine Interesse der "Forschung" genannt, die
auch
aus Verantwortung gegenüber den nach uns Kommenden getan
werden
muß, und daß man deshalb auch nicht nach dem Nutzen
fragen
darf. Damit ist indirekt auch die
Arbeitsweise in der
Erforschung der Geschichte unserer Familie bestimmt: Sie ist im
wesentlichen kritisches Quellenstudium und Auswertung dieser
Quellen unter geschichtlichen, biographischen, soziologischen und
kulturgeschichtlichen Gesichtspunkten.
Im
Grunde sind die Berichte I-V nichts anderes als eine sachliche
Rechenschaftsablage, die zur kritischen Mitarbeit
herausforderte. Die Arbeitsmethode ist die des Sammelns und
Auswertens von Quellen der
verschiedensten Herkunft, der Bereitstellung des biographischen
Materials, der Sicherung und Sichtung der mündlichen
Tradition,
der direkten Aufforderung an einzelne, bekannte und unbekannte
Dokumente zur allgemeinen Kenntnis zu bringen. Das führt zur
Frage,
welche Quellen zur Verfügung stehen: im wesentlichen das
bereits
genannte Buch von Procházka sowie Dr. Ludwig Seibert,
Sippenbuch
der Stadt und Zent Seligenstadt, Seligenstadt, 1934. Es werden Archive,
Bibliotheken und Behörden angeschrieben. Daraus entwickelt
sich
eine umfangreiche Korrespondenz zur Klärung und
Aufspürung
wichtiger Fakten und Dokumente.
Die
Inventarisierung
Die
Sicherung und Bekanntmachung dieser Dokumente wurde im II. Bericht
angegangen, ein Unternehmen, das zum Ziel hatte, eine klare Anschauung
der Geschichte unserer Familie zu vermitteln (z.B. durch Fotos von
Wappen, Grabsteinen und Häusern, die im Leben einzelner eine
große Rolle gespielt haben, durch Kopien von
Schriftstücken
und Unterschriften, Siegeln usw. Als besondere Aufgabe der
Inventarisierung und Abschrift der Dokumente (III. Bericht) werden
die Rettung vor der Vernichtung und die Möglichkeit der
Kenntnisnahme für alle genannt.
Auch
die mündliche Tradition (IV 3) ist eine Quelle, wenn es
gelingt, Subjektives von Objektivem zu trennen, Dichtung und Wahrheit,
Wunsch und Wirklichkeit auseinanderzuhalten oder auch- ähnlich
der
Saqe- durch die Wucherungen der liebgewordenen Legende zum
geschichtlichen Kern vorzustoßen. Die lange vermutete
"spanische
und adlige Abstammung" unserer Familie gehört hierher.
Ein
weiteres wichtiges Problem ist die genealogische Einteilung der
Familie in überschaubare Zweige (III 3): die Gliederung in
eine
hessische, eine rheinische, eine westfälische und eine
böhmische Linie gilt im Grunde auch heute noch, obgleich zur
Vereinfachung die rheinische Linie in Zukunft entfällt, zumal
diese rheinische Linie nur ein kurzlebiger Ast war.
Woher
kommt unsere Familie, was ist mit dem Wappen?
Hinter
der Ordnung der einzelnen Gruppen taucht bereits die Frage nach der
ferneren Abstammung auf. Die
mündliche
Tradition und der durch Procházka gesicherte Thomas
Dalcken/Dalchelne in Mons im wallonischen Hennegau des heutigen
Belgien (1620-1630) führen zunächst zu der Annahme
der
spanisch-wallonischen Abstammung. Gewisse äußere
Merkmale
(schlank, dunkeläugig, gelbhäutig) stützten
diese
Vermutung.
Die
Forschung nach dem Wappen in Spanien bleibt indessen erfolglos. Das
Vorkommen des Wappens in Lüttich und- was damals für
den
aufmerksamen Leser wie eine Sensation wirken mußte- die
Auffindung des Siegels
eines Schöffen zu
Saint-Trond
(Sint Truiden) etwa 35km nordwestlich Lüttich namens
Adam van Alken
(1559 und früher erwähnt) gaben neuen Stoff.
Diese
beiden Wappen entsprechen im wesentlichen dem, was der Familie
vom Grabstein
des Johann Leonhard
Dalcken in Seligenstadt bekannt war.
Verschiedene
Namensform und -Schreibweise von Generation zu Generation.
Damit
taucht ein neues Problem auf: die Schreibung des Namens der Familie. In
Bericht I 1 und III 5 geht es noch um die Frage, ob sich
Dalcken in
Dalquen und dieses wiederum in d'Alquen gewandelt habe.
Danach
werden eine adlige, aber auch die spanische Abstammung in Frage
gestellt (I 2). Der Übergang zu "qu" (in Dalquen)
statt "k"
bzw. "ck" (in Dalken/Dalcken) vollzieht sich ohne ersichtlichen Grund
bei Johann Peter Dalcken/Dalquen 1732-1765, während die
Änderung bei einem der Söhne des Joh. Peter, dem
Franz Adam,
1763-1838, von Dalquen in d'Alquen ohne Frage auf Wunsch des
franzosen- freundlichen Landgrafen Ludwig X von Hessen ab 1801 mit der
Ernennung zum großherzogl. hessischen Regierungsrat beginnt.
Damit wäre diese Schreibform als französisch zu
definieren
(auch III 5/7). Der ältere Bruder von Franz Adam jedoch, der
Hermann Josef, 1761-1826, und seine Nachkommen, bleiben bei Dalquen.
Schließlich
tauchen aus dem Besitz des ehemaligen
Reichskammergerichts (Mitteilung des Staatsarchivs Frankfurt am Main)
Akten auf (V 5), die sich z.T. auf Männer aus dem Umkreis des
oben
genannten Adam van Alken beziehen: Die hier mitgeteilten Namensformen
de Alca, von der Alken, de Alken, Dalken/d'Alken werden bereits als zur
Verwandtschaft gehörig angesprochen.
Hiermit
sind die meisten familiengeschichtlichen Probleme, die uns auch
heute noch beschäftigen, angeklungen: die Methoden der
Forschung,
die wir anwenden, müssen für die
Erforschung
unserer Familie, unsere Quellen, die Inventarisierung aller
Dokumente, ihre Kopierung, das Verhältnis der
mündlichen Tradition zur Geschichte, die Abstammung aus den
Niederlanden, das Wappen, die Schreibung des Familiennamens.
Darstellung
der Lebensgeschichte
Ein
ganz anderes Gebiet dieser Arbeit ist die Erforschung und Darstellung
der Lebensgeschichte einzelner Familienmitglieder, ihre Biographie. Von
dem erwähnten Adam van Alken abgesehen, hält sich an
der
Spitze der Ahnen als mündliche Tradition zäh und mit
dem
Anspruch auf Gültigkeit aber ohne Beweise ein "Marquis Johann
Philipp d'Alquen", spanischer Oberst unter dem Herzog Alba in den
Niederlanden" (IV 3). Zugleich werden hierzu Zweifel
angemeldet.
Von
hervorragender Bedeutung für unsere Familie war Leonhard
Colchon (1593-1653), Abt des Benediktinerklosters von
Seligenstadt
(1625-1653), dessen Schwester mit Thomas Dalcken verheiratet war (I 1 ).
Er
ließ u.a. seinen Neffen Theodor Dalcken nach Seligenstadt
kommen und vermittelte dessen Verheiratung mit der Tochter
des
finanzstarken und einflußreichen Johann Gelf/Gelph. Durch
diese
Heirat versippten sich die eingewanderten Dalcken auch mit
der
Familie Fleischbein, woraus sich ihr Anspruch auf die Teilhabe an der
Fleischbeinschen Studienstiftung (IV 2, V 3) ableitete.
Johann
Leonhard Dalcken (1651-1732), der Sohn des Theodor, nimmt in den
Berichten bereits eine zentrale Stellung ein. Sein
Grabstein
(I 5) ist heute noch in Seligenstadt erhalten. Es ist eines
der
schönsten Dokumente der Dalcken in Deutschland. Um die
Ausbesserung und die würdige Aufstellung dieses Grabsteines
wird
viel korrespondiert (IV 6/7, V 3). Die Wichtigkeit dieses Dokuments
erhellt besonders aus der Tatsache, daß es den indirekten
Beweis
für die Verwandtschaft mit den niederländischen van
Alken
liefert: das Wappen des Adam van Alken und das des Johann Leonhard
Dalcken auf seinem Grabstein entsprechen sich in den wesentlichen
Figuren (siehe Titelblatt dieses VI. Berichtes).
Biographisches
aus der westf. Linie
Wesentlich
anschaulicher und abgerundeter stellt sich das Bild des Franz, Adam
Dalquen/d'Alquen (1763-1838) dar, des Begründers der sog.
westfälischen Linie. Über ihn fließt das
Material
reichlicher. Sein Schicksal war recht bewegt. Es führte den
Juristen in der schwierigen Zeit der Napoleonischen Kriege als
behördlich bestellten Verwalter nach Schloß
Wasserlos bei
Seligenstadt (III 4), den Besitz seines späteren Schwagers,
des
Marquis von Chasteler. Ihre beiden Frauen, Helena Sibylla und Marie
Josephine Ubaghs, waren Schwestern. Über die
Verhältnisse auf
Schloß Wasserlos sind wir durch einen glücklichen
Zufall gut
informiert: Originalbriefe aus dieser Zeit sind zwar im letzten Krieg
vernichtet worden; rechtzeitig jedoch waren Abschriften hiervon
angefertigt worden; sie werden im Anhang zu IV vorgelegt. Weitere
Mitteilungen über die Versippung mit der
Familie Ubaghs finden sich in II 7, III 4, IV 4, V 2. Als infolge der
Säkularisation Seligenstadt und sein Umland aus dem
kurmainzischen
Besitz herausgelöst und an Hessen abgetreten wurden, war Franz
Adam bei den Übergabeformalitäten als beamteter
Oberamtsaccecist/Referendar (II 4/5) beteiligt. Sein
hessischer Landesherr schickte ihn dann als Regierungsrat ins damalig
hessische Westfalen. Hier führte Franz Adam die
Säkularisation des Klosters Weddinghausen und andere und deren
Domänalisierung durch (III 5/6). Da in diese Zeit die
Änderung der Namensschreibung von Dalquen in d'Alquen
fällt,
wird vermutet, daß es Franz Adam von hess. Regierungsseite
nahegelegt wurde, sich dem französischen Ton der Zeit
anzugleichen
(I 2/3). Nach der Konstituierung der Provinz Westphalen auf dem Wiener
Kongress im Jahre 1815 übernahm Preussen 1816 das von
1803-1815
laut Regensburger Reichsdeputationshauptausschluß zu
Hessen-Darmstadt gehörende ehemalige Herzogtum Westphalen
für
Preussen in Besitz. Über seine Gehaltssorgen im
preußischen
Dienst berichtet V 2. Franz Adam hatte ausgedehnte
künstlerische
und geschichtliche Interessen; er begründete eine
Landeskulturgesellschaft (III 7/8) in Arnsberg. Franz Adam
Dalquen/d'Alquen hatte hochbegabte Söhne, zunächst
den
praktischen Arzt und späteren Sanitätsrat Dr. Johann
Peter
Cornelius d'Alquen (1800-1863). Über ihn berichtet I
1, II
5-8,
III 10/11, IV 7, V 1. Er schließt mit bedeutenden Musikern
seiner
Zeit Freundschaft (Brüder Zuccalmaglio in I 1, II 5 und III
Anhang). Eine große Zahl seiner musikalischen Werke wird
registriert (Il 8, IV 7); ein Gutachten über seine
Kompositionen
wird eingeholt (III 10); die Deutsche Grammophongesellschaft
kündigt mit einem Prospekt (V 2) eine Schallplatte mit Werken
dieses J.P.C. d'Alquen an (III 10). Er betätigt sich
wissenschaftlich (V 1); eine Reihe seiner Veröffentlichungen
auf
medizinischem Gebiet sind bekannt geworden.
Ein
anderer Sohn Franz Adams war Arnold Friedrich Engelbert,
"Frederic", d'Alquen (1809-1887) (III 9). Er wurde im
Zusammenhang mit den politischen Kämpfen der Deutschen
Burschenschaft vor 1848 zu 15 Jahren Festungshaft verurteilt. Auf Grund
der Gnadengesuche seiner Familie erhielt er vom preußischen
König die Erlaubnis zur Auswanderung nach
England, wohin sein älterer Bruder Franz Maria d'Alquen
(1804-1877), Musikdirektor in Brighton, bereits gezogen war. Die beiden
sind die Begründer des englischen Zweiges der Familie. Auch
Frederic und Franz Maria sowie dessen Sohn Frank traten in England als
Komponisten hervor (II 8).
Spärlicher
fließen in den Berichten die Nachrichten
über die hessische und die böhmische Linie der
Familie,
Über das Hessische Staatsarchiv in Darmstadt gelangt eine
Nachricht über Hermann Dalquen (1761-1826),
Begründer
der hessischen Linie, Bruder Franz Adams, zum Abdruck (11/ 7). Er wird
als Ratsmitglied des Seligenstädter Stadtrats und als
Hospitalverwalter erwähnt.
Über
Bernhard Dalcken/d'Alquen (1727-1801), den Verwalter
Stadionscher Güter in Böhmen, und seinen Briefwechsel
mit den
Grafen Stadion berichtet V 2.
Fazit
aus den ersten 5 Berichten.
Zusammenfassend
läßt sich zu den biographischen Mitteilungen
der Berichte I - V folgendes sagen:
1.)
Die Abstammung von der Familie van Alken aus Saint-Trond im
heutigen Belgien (Provinz Limburg) wurde erstaunlich
früh
erkannt; wesentliche Quellen hierzu konnten - von dem
erwähnten
Wappen im Siegel des Adam van Alken abgesehen - noch nicht mitgeteilt
werden.
2.)
Thomas Dalcken, dann die Ahnen Theodor und Johann Leonhard Dalcken
in Seligenstadt sowie der Abt Leonhard Colchon traten noch nicht sehr
anschaulich hervor; aber ihre Bedeutung für die Geschichte der
Familie wurde klar umrissen.
3.)
Auf Grund der unmittelbaren verwandtschaftlichen Beziehung bot sich
für den rheinisch-westfälischen Zweig besonders
reichhaltiges
Material an, dessen Verarbeitung eine gute Vorstellung von einigen
wichtigen Mitgliedern der Familie ermöglichte.
Nach
dem Erscheinen des letzten "Berichtes" sind über 25 Jahre
vergangen. Von verschiedenen Seiten ist Neues und Interessantes
aufgedeckt worden. Dies darzustellen und auszuwerten, ist eine der
Hauptaufgaben der nunmehr als "Beiträge zur
Familiengeschichte"
fortgesetzten
"Berichte".
(F.J.Dalquen1966
)
Über
die Erforschung des Wappens und des Familiennamens
Wappen
1.
Bisherige Abbildungen und Beschreibungen
Procházkas
Beschreibung unseres Wappens (S. 449 seines
genannten
Werkes) stützte sich vor allem auf den Grabstein des Johann
Leonard Dalcken (gestorben 1732) in
Seligenstadt.
Außerdem
kursieren in der Familie Fotos von zwei verschiedenen Wappenbildern:
eines geht auf eine Kopie zurück, die Roman von
Procházka
von einem Wappenschild in Mons gemacht hat; das andere zeigt ein Bild,
das Rolf d'Alquen nach der Beschreibung des Wappens
des
Schöffen
van Alken (1559) aus De Raedt, Sceaux armoiries des Pays-Bas,
anfertigen ließ.
2.
Neu entdeckte Abbildungen und Beschreibungen
Die
Entdeckung der Wappenbeschreibung des Adam van Alken war ein
ausgesprochener Glückstreffer, dessen Bedeutung für
unsere
Familiengeschichtsforschung gar nicht hoch genug
eingeschätzt
werden kann.
Bereits
1884 wurde das Wappen
der van Alcken aus Flandern in dem
berühmten "Armorial general, Band I (2. Auflage)" beschrieben;
1904 erschien hierzu vom gleichen Verfasser J.B. Rietstap ein
Abbildungsband. Auf Tafel XXVI ist das van Alckensche Wappen
dargestellt. Noch drei weitere Werke sind uns bekannt, die das Wappen
erwähnen. Hinzukommt das in diesem Jahre erschienene
"Wappenbuch
van Sint Truiden" von F. Goole aus Hasselt mit einer Abbildung des
Wappens und Hinweisen auf die Quellen. - Alle diese Quellen sollen
zusammengefaßt und in einem künftigen Beitrag
mitgeteilt
werden. Dabei soll auch auf die Frage eingegangen werden, wie eine
bürgerliche Familie im ausgehenden Mittelalter zu einem Wappen
kommen konnte, wer es ihr verlieh, was sie zum Führen eines
Wappens berechtigte.
Der
Familienname
1.
Herkunft und Schreibung
Nicht
viele Familiennamen heben eine so interessante Wandlung
durchlaufen wie der unsere. Nachstehende Formen kennen wir bis heute:
van Alken, van Alcken, de Alken, d'Alken, d'Alcken, de Alca, Dalken
etc. Allerdings sind wir noch nicht so weit, daß wir alle
Formen
zwischen der ältesten, aus dem Flämmischen stammenden
van
Alken etc. und den jüngsten Dalquen und d'Alquen
erklären
könnten. Auch der Übergang von Dalcken zu Dalquen und
weiter
zu der apostrophierten Form macht große Schwierigkeiten und
wirft
viele Fragen auf.
Aus
allen uns zugänglichen Urkunden müssen die
belegten
Schreibformen herausgeschrieben und listenmäßig
geordnet
werden. Dieser Überblick wird uns im Laufe der Zeit zu einem
Urteil führen. Es wird verständlich, daß
hierzu eine
umfangreiche Arbeit in Archiven und Bibliotheken nötig ist.
"Van
Alken" deutet keineswegs auf eine adlige Abkunft. Van und von als
Adelspräidikate sind wesentlich jünger als diese
Vorform
unseres heutigen Familiennamens. Van und von hatten
ursprünglich
noch den echten Sinn der Herkunftsbezeichnung, also meint der Name:
"aus dem Ort Alken".
Überraschenderweise
liegt 17 km nordöstlich
Saint-Trond das
Dorf Alken, zeitweise auch Alcken geschrieben, und es ist
durchaus berechtigt anzunehmen, daß die ersten
Träger
dieses Namens eben aus dieser Gemeinde nach Saint-Trond
übersiedelten. Übrigens verläuft in
unmittelbarer
Umgebung dieser Orte die flämisch-wallonische Sprachgrenze,
woraus
sich u.U. ein Einfluß auf die Schreibform des Namens
erklären läßt. Zur genauen Kenntnis der
Bedeutung
unseres Namens müssen wir also auch die Bedeutung des
Ortsnamens
Alken untersuchen. Einen Beitrag über diese
Zusammenhänge finden Sie hier.
Seligenstadt
So
wie wir uns zum Verständnis der belgischen van Alken einige
Kenntnisse ihrer Zeit und Lebensumstände aneignen
müssen, so
sollten wir auch über die Welt der Dalcken und ihrer
Nachkommen in
Seligenstadt Bescheid wissen. Die rund 150 Jahre ihres Aufenthaltes
dort bis zu den ersten Abwanderungen nach der Säkularisation
gehören zur Geschichte des Reichserzbistums Mainz und der
Stadt
Aschaffenburg als der nachgeordneten Verwaltungszentrale
(Vizedomamt). Es soll auch nach den Möglichkeiten für
den
selbstbewußten Bürger einer kleinen Stadt gefragt
werden,
Einfluß auf die Verwaltung und die Politik
zu nehmen, wie
ihn die Dalcken sofort nach ihrer Ankunft wahrgenommen haben.
Über
diese Zusammenhänge hat bereits Dr. Friederichs
gearbeitet. Eine frühere Schrift von Dr. Seibert
über
die Verfassung Seligenstadts im Mittelalter muß herangezogen
werden. Eine weitere verfassungsgeschichtliche Arbeit ist
angekündigt (Dr.M.Schopp über
die Spätzeit der
Abtei, Seligenstadt).
1.
Archive
Procházka
und Seibert haben für ihre Arbeiten im
wesentlichen die Tauf-, Trau- und Sterberegister der
Seligenstädter Pfarrei benützt. Andere Register, die
für
die erwähnte Fragestellung noch gar nicht bearbeitet
wurden,
sind u.a. folgende; die Zins- und Steuerregister, die
Schatzungsregister, die Register über
Güterkäufe, um
Näheres über die
Vermögensverhältnisse der Dalcken
zu erfahren; Stadtgerichtsprotokolle, Ehe- und Erbverträge,
Musterungslisten, Zunftlisten und Schützenregister erbringen
u.U.
wichtige biographische Einzelheiten. Da das Seligenstädter
Stadtarchiv gegenwärtig neu geordnet wird, ist seine Benutzung
zur
Zeit nicht möglich. - Hier kommen noch jene Archive in
Betracht,
die Archivalien aus der Stadt und dem Kloster übernommen
haben: es
sind dies das Domarchiv in Mainz, die Staatsarchive in Darmstadt und
Würzburg und das Stadtarchiv von Aschaffenburg. Die
Stiftungsverwaltung in Aschaffenburg hat die Akten über das
Fleischbeinsche Stipendium ans Stadtarchiv abgegeben. Wie bereits
mitgeteilt, ist diese Stiftung inzwischen aufgehoben worden.
Eine
Studie über die Stipendiaten aus unserer engeren Familie,
aus
der wir Näheres über die Gymnasialbildung und das
Fachstudium
der Studenten erfahren, ist vorgesehen.
2.
Bilddokumentation
Eine
reizvolle Arbeit ist die Feststellung aller heute noch vorhandenen
Denkmäler unserer Ahnen in Seligenstadt. Sie sollten
sorgfältig fotographiert, beschrieben und allen
Familienmitgliedern zur Verfügung gestellt werden. Aus der
vorerwähnten Archivarbeit wird manches das hierzu schon
Bekannte
ergänzen: die Kopie von Schriftstücken,
Einträgen und
Unterschriften sollte mit der Sammlung des weiteren Materials eine Art
Bilderbuch unserer Familiengeschichte ergeben! Der Grabstein des Johann
Leonard Dalcken, das Bild des Abtes Colchon auf der Stammtafel der
Äbte in der Prälatur, einige Bilder aus der
Prälatur,
dem Wirkungsort des Abtes, die Stiftskirche, der von Johann Peter
Dalcken (dem Löwenwirt) gestiftete Altar des Schmerzensmannes,
sein ehemaliges Wirtshaus, die Wappen der Stenger und Gelf, unserer
Ahnen, und vieles andere mehr bis hin zu dem von Jakob Dalquen etwa
1910 restaurierten und ergänzten Rokoko-Gitter des Chores der
Stiftskirche.
Archiv-
und Bibliotheksarbeit, Bibliographie
Auf
die Methode unseres Arbeitens wurde bisher nur vereinzelt
eingegangen. Sie ist im wesentlichen:
1. Auswertunq der
Literatur,
die
z.B. durch Hinweise in anderer Literatur (Procházka,
Seibert, Volk usw.), durch gezielte Suche im Schlagwortkatalog der
Bibliotheken (z.B. unter dem Stichwort "Seligenstadt" oder
"Wappensammlungen" oder "Belgien, Ortsnamenforschung" usw., aus
Anzeigen in Fachzeitschriften zu unserer Kenntnis gelangt, wobei u.U.
auch ein Mißerfolg einen Anhaltspunkt ergeben kann (so z.B.
die
vergebliche Suche nach dem Wappen in spanischen heraldischen Werken).
Um Doppelarbeit zu vermeiden, wurde jedes bearbeitete Buch in einer
Kartei erfaßt, der Inhalt kurz skizziert und - falls das Buch
wichtige, allgemein interessierende Einzelheiten enthält -
hiervon
sofort ein Auszug vervielfältigt. - So entsteht mit der Zeit
eine
umfangreiche Bibliographie zur Geschichte unserer Familie. Bisher
wurden in der Hauptsache die Staatsbibliotheken in Bremen und
München sowie die Staats- und Stadtbibliothek in Augsburg
benützt. Über die Fernleihe dieser Bibliotheken sind
alle
öffentlichen Bibliotheken, auch die des Auslands erreichbar.
2.
Arbeit im Archiv selbst
Hierzu
gibt es zwei Voraussetzungen: Entweder man weiß genau,
was
man will, oder man sucht, was man noch nicht weiß.
Der
erste Fall ist dann gegeben, wenn man z.B. das Geburtsdatum einer
Person kennt, nicht aber das Sterbedatum. Durch das Studium der Werke
von Procházka und Seibert z.B. sind eine Menge Fragen dieser
Art
aufgetaucht; ihre Beantwortung ist relativ einfach: sie wurden nach
ihrem Zusammenhang erfaßt und geordnet und dann an Ort und
Stelle, z.B. im Pfarrarchiv in Seligenstadt, geklärt. Der
andere
Fall ist gegeben, wenn wir in der Genealogie unserer
niederländischen Ahnen weiterkommen wollen. Zum Glück
wissen
wir, daß sie jahrhundertelang in Saint-Trond lebten. Nun war
aber
Saint-Trond eine ansehnliche Stadt mit mehreren Pfarreien, d.h.
daß wir in jedem einzelnen Fall suchen mußten,
welche
Pfarrei die Taufe vollzog. U.U. war eine andere für den
Heirats-
oder Todeseintrag zuständig. Besonders verwickelt liegen
die
Verhältnisse bei Thomas Dalcken, von dem mir zwar wissen,
daß er unser Vorfahr ist; aber wir kennen weder sein Geburts-
noch sein Sterbedatum. Da er auch nur vorübergehend in Mons
lebte,
ist der Hinweis auf seine Tätigkeit als Oberrichter in
Lüttich, den sein Sohn Theodor in Seligenstadt in seiner
Trauurkunde gegeben hat, der entscheidende Anknüpfungspunkt.
Hieraus wird erklärlich, daß sorgfältige
Vorbereitung
dieser Archivarbeit zur Zeitersparnis und zur Vermeidung von
Enttäuschungen unerläßlich ist.
Korrespondenz
Bücher
und Akten sind zuverlässige und geduldige
Freunde,
sobald wir einmal an sie geraten sind. Der Briefverkehr, der bisher in
familiengeschichtlichen Angelegenheiten geführt wurde, weist
manches Beispiel von Unzuverlässigkeit, mangelndem
Verständnis und Ungeduld auf. Hiervon sind leider auch die
Familienmitglieder nicht ausgenommen (von Archiven, Museeen und
Verlagen hier zu schweigen). So werden durch das überlange
Hinauszögern von Antworten auf kurze Anfragen dringende
Nachforschungen außerordentlich behindert. Gerechterweise
muß gesagt werden, daß das Gegenteil
überwiegt.
Besonders erfreut der Kontakt zum Ausland. Belgische
Behörden, Vereine und private Briefpartner haben wertvolle
Hinweise gegeben und viel Bereitschaft für weitere
Mitarbeit
gezeigt. Der reibungslose Briefverkehr mit Roman von
Procházka
in
Prag spielt eine ausschlaggebende Rolle.
Familien-
Zentralarchiv
Als
fernes Ziel aller familiengeschichtlichen Forschung schwebt die
Einrichtung eines Zentralarchivs vor. Sein Sinn soll sein, alle
wichtigen Dokumente aller Art festzuhalten, die gesamte Korrespondenz
zu sammeln, kurz: alle Voraussetzungen für die weitere
Forschung
zu erfüllen.
Diese
Aufgabe macht viel Sorgfalt und Planung nötig
und wird
an den Familiensinn und die Uneigennützigkeit der
Familienmitglieder manche Forderung stellen. Auch hier darf nicht nach
dem Nutzen gefragt werden. Die Kenntnis der unsere Familie betreffenden
geschichtlichen und kulturellen Zusammenhänge ist eine
Aufgabe, die
ihren Sinn und ihren Lohn in sich selbst tragen.
(F.J.
Dalquen 1966)
3.
Das Internet
Modernes
Recherchemedium, weitverbreitet, jedem
zugänglich. Archiv online.
"Mein Ur-ur-großvater
kam aus Seligenstadt"
Solche
Umschreibungen wollen wir zukünftig vermeiden. Es gibt
genauere Formulierungen dafür, um eine Aussage wie:
Ururururururgroßvater zu vermeiden! Untenstehende Tabelle
zeigt Ihnen eine weitverbreitete Methode der Ahnenbezifferung und der
richtigen Formulierungen
|
Generation
|
Ahnenbezifferung |
Bezeichnung |
| |
|
|
|
| 0 |
I |
1 |
Proband |
| I |
II |
2 und 3 |
Eltern |
| II |
III |
4 bis 7 |
Großeltern |
| III |
IV |
8 bis 15 |
Urgroßeltern |
| IV |
V |
16 bis 31 |
Alteltern |
| V |
VI |
32 bis 63 |
Altgroßeltern |
| VI |
VII |
64 bis 127 |
Alturgroßeltern |
| VII |
VIII |
128 bis 255 |
Obereltern |
| VIII |
IX |
256 bis 511 |
Obergroßeltern |
| IX |
X |
512 bis 1023 |
Oberurgroßeltern |
| X |
XI |
1024 bis 2047 |
Stammeltern |
| XI |
XII |
2048 bis 4095 |
Stammgroßeltern |
| XII |
XIII |
4096 bis 8191 |
Stammurgroßeltern |
| XIII |
XIV |
8192 bis 16 383 |
Ahneneltern |
| XIV |
XV |
16384 bis 32 767 |
Ahnengroßeltern |
| XV |
XVI |
32 768 bis 65 535 |
Ahnenurgroßeltern |
| XVI |
XVII |
65 536 bis 131 071 |
Urahneneltern |
| XVII |
XVIII |
131 072 bis 262 143 |
Urahnengroßeltern |
| XVIII |
XIX |
262 144 bis 524287 |
Urahnenurgroßeltern |
| XIX |
XX |
524 288 bis 1 048 575 |
Erzeltern |
| XX |
XXI |
1 048 576 bis 2 097 151 |
Erzgroßeltern |
| XXI |
XXII |
2 097 152 bis 4 194 303 |
Erzurgroßeltern |
| XXII |
XXIII |
4 194 304 bis 8 388 607 |
Erzahneneltern |
| XXIII |
XXIV |
8 388 608 bis 16 777 215 |
Erzahnengroßeltern |
| XXIV |
XXV |
16 777 216 bis 33 554 431 |
Erzahnenurgroßeltern |
Diese
Information stammt von
http://www.genealogie-forum.de/allgemein/ahnentafel.htm
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