Die
d'Alquen Seiten
(Dalquen,
Dalken, van Alken,usw.) |
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Die jüngere hessische
Linie
Karl Josef
Dalquen und seine
Nachkommen
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Karl
Josef Dalquen wurde als
das sechste Kind des Michael
Dalquen und seiner Frau Auguste am 25.I.1862 geboren und getauft am 29.I. (Reg 10).
Sein Pate war der Sohn Josef des Kreisarztes Dr. Konrad Dalquen aus
Wörrstadt. Auch ihn hielt es nicht in Seligenstadt. Er hatte
die
Metallweberei bzw. Siebmacherei gelernt.
Er
übersiedelte
nach München und wurde Beamter in der Krankenkassenverwaltung.
Er
heiratete am 31.VII.1893 Karoline Vogl, verwitwete Rass, geboren in
München am 23.11.1862, gestorben in München am
3.IV.1940.
Josef Dalquen starb in München am 1.V.1940, also keine vier
Wochen
nach seiner Frau.
Dieser Ehe entsprossen vier Söhne:
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Abb.(v.l.):
Hans, Mutter Karoline, Josef jun. , Karl,
Vater Josef, Eduard Dalquen.
a)
Karl Georg Dalquen wurde geboren am
12.1.1894. Er war in erster Ehe verheiratet mit Katharina Marklstorfer
(geb. in
München 3.IV.1898) und in zweiter Ehe mit Martha Brunner (geb.
in
Rottalmünster am 12.1.1912). Karl hatte als
12jähriger mit
dem Violinspielen begonnen und war ab etwa 1920 Berufsmusiker und zwar
als
Cellist. Im April 1930 wanderte er in die USA aus, wo er entsprechend
der harten Lebensbedingungen als Musiker, Kellner und Feinmechaniker in
einem Betrieb für optische Geräte tätig war.
Seine erste
Frau war zwar nach Amerika nachgekommen, aber nach ihrem Wegzug mit
einer Familie, für die sie arbeitete, hörte er nichts
mehr
von ihr. 1944 wurde diese Ehe geschieden. Zu diesem Zeitpunkt fand er
wieder zur Musik zurück, war in verschiedenen
Sinfonie-Orchestern
engagiert und heiratete wieder. Mitte der 50er Jahre zog das Ehepaar
nach Florida, wo Martha Dalquen einen Schönheitssalon
eröffnete. Karl, inzwischen 60jährig, ging nochmals
zur
Schule, erwarb eine Lizenz, die ihm die Mitarbeit im Betrieb seiner
Frau ermöglichte. 1974 trat das Ehepaar in den Ruhestand und
zog
nach Maryland. Karl verstarb dort kinderlos am 4.XII.1982.
b)
Johann/Hans Ferdinand Dalquen wurde in
München am 1.III.1896, genauer am 29.11.» dem
Schalttag
dieses Jahres, geboren. Er durchlief eine Elektrikerlehre, studierte
aber nebenbei und schon als Schüler Cello am Münchner
Konservatorium.
Er beherrschte auch die Violine. In seiner Schul-und Lehrzeit war er
bereits aktiver Musiker. So erzählte er, daß er
mehrfach in
einer Kapelle spielte, die Karl Valentin begleitete. Neben Engagements
am Theater, z.B. dem Deutschen Theater in München, suchte er
mit
seiner eigenen Kapelle auch solche bei renommierten Hotels, z.B. der
"Post" in Mittenwald und dem Cafe Brack in der Lindwurmstraße
in
München. Hier taucht zum ersten Mal als Mitglied der Kapelle
der
Name Maria Arnold, Violonistin, seine spätere zweite Frau,
auf.
Von 1933 bis 1936 leitete Sie die Kapelle im Golf-Hotel Sonnenbichel in
Garmisch-Partenkirchen, woher sie stammte. Hans Dalquen spielte hier
auch das Saxophon und das Schlagzeug. Danach führten
ihn
Engagements nach Baden-Baden, Oberammergau, Essen, Schaffhausen, Basel
und 1939 nach München ins "Café am Platzl" beim
Hofbräuhaus. Seit 1939 war er Soldat, zunächst bei
der
Marine, wie schon im Ersten Weltkrieg, später in der
Musikkapelle
eines Luftwaffen-Regiments, mit dem er auf Guernsey in englische
Kriegsgefangenschaft geriet, aus der er 1946 entlassen wurde.
An die Fortsetzung seiner Musikerlaufbahn war nun nicht mehr zu denken.
Er wurde in Garmisch-Partenkirchen ansässig und war hier seit
1948
bis 1961 in der Gemeindeverwaltung tätig. Seine erste Ehe mit
Maria Trögl (geb.16.1.1891) war 1934 geschieden worden. 1973
heiratete er Maria Arnold und lebte bis zu seinem Tode am 15.III. 1984
in deren Haus in der Sonnenbergstr,5. Maria Dalquen-Arnold war bereits
am 10.II.1982 verstorben.

Hans
Dalquen und Maria Arnold- Dalquen am Tage ihrer Eheschließung
in Garm. Partenkirchen
c und d) Hans hatte noch
zwei Brüder: Eduard, geboren am
13.IX.1898 in München, und Joseph, geboren am 22.VIII.1904 in
München. Beide verunglückten tödlich als
Bergsteiger in
der berüchtigten Watzmann-Ostwand, Eduard am 6.VI. 1916 und
Joseph
am 2.IX.1922. Eduard blieb verschollen. Im Frühjahr 1917 nach
der
Schneeschmelze tauchte einer seiner Bergstiefel auf; die Leiche bis
heute nicht. Josephs Leiche wurde nur unweit einer Berghütte
im
Frühjahr 1922 entdeckt, in sitzender Haltung, den Rucksack mit
Proviant zwischen den Knien. Anscheinend war er abgerutscht, hatte sich
eine Kopfverletzung zugezogen und war unfähig, nach Hilfe zu
rufen
und sich selbst zu versorgen. So ist er wohl verdurstet und verhungert.
Im November 2006 befragte ich Herrn Reinhold Messner über
diese beiden Todesfälle. Seine Antwort:
"Sicher waren die beiden gute Bergsteiger, sonst wären sie
nicht in die Watzmann- Ostwand gegangen".
Die Dalquen- Brüder selbst sind ihm nicht bekannt.

Der
Watzmann
Keiner dieser vier Söhne des Karl Josef Dalquen hatte
Nachkommen.
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