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Die
ältere westfälische Linie
Der
musikalische Nachlass des J. P. C. d’Alquen
Abschrift aus:
"Rheinische Musiker, VII, Folge, hrsg. von Dietrich Kämper,
Volk-Verlag, Köln 1972"
(Im Auftrage
des Musikwissenschaftlichen Instituts der Universität
Köln, Abt. Rheinische Musikgeschichte, von Herrn Andreas von
Imhoff zusammengestellt und redigiert.)
Der
nachstehenden Aufzählung geht eine kurze Lebensbeschreibung
und Würdigung des J.P.C. d'Alquen voraus, die Einzelheiten aus
den unter "Literatur" erwähnten Veröffentlichungen
zusammenfassend wiedergibt.
Werke
(systematisch, da überwiegend posthum erschienen und
Entstehungsdaten meist unbekannt):
A.
Vokalwerke:
1. Die Vögel,
Kindersingspiel mit Klavierbegleitung (Text von Wilhelm von Waldbrühl), F.W.
Arnold, Elberfeld, Verl. Nr. 689
2.
Deutsche Singmesse;
3.
Chorwerk "Loreley" mit Begleitung des Orch.;
4.
Weihnachtskantate (Text von Wilhelm von Waldbrühl) f. Soli,
Chor und Klavierbegleitung;
5.
Dies Irae, Sequenz;
6.
Chorwerk "Die Lehen von St. Goar" (1847);
7.
Altdeutsches Festspiel "Das Maifest" (nach Texten von Wilhelm von
Waldbrühl zusammen
mit Friedrich Lützenkirchen);
8.
Acht Lieder für eine Singst, mit Begleitung des- Pianoforte
(Serbische Romanze, Die Flucht, Des Kriegers Abendlied, Minnelied,
Täuschung,' Schlußlied, Der Beschwingte, Das
Vöglein), F.W.Arnold, Elberfeld;
9.
Zehn Lieder f. eine Singst, mit Begleitung des Pianoforte (Verehrung,
Des Narren
Lied, Muttertändelei, War ich der Baum an deinem
Kämmerlein, Altes Kriegerlied, Der Kuß,
Schlummerliedchen, Die Seufzer, Das Lied der Meise, Im Mondlicht), ebd.;
10.
Zehn Lieder f. eine Singst, mit Begleitung des Pianoforte (u.a.
Grablied, Marschall
Vorwärts, Ständchen, Persisches Lied, Liebeslied,
Mailied, An Sie, Das Lied vom Rhein) ebd.;
11.
107 handschriftliche Lieder mit Begleitung des Pianoforte, Heft I
(1823-1825);
12.
Vier Lieder mit Begleitung des Pianoforte (Der Jüngling an die
Rose, Die Geschenke,
Gesang der Schwalben, Lied der Hunde);
13.
Vier handschriftliche Lieder mit Begleitung des Pianoforte (Trost zum
neuen Jahr
1840, Frühlings Abschied, Könnt' ich ach ..., Oh sah
ich auf der Heide);
14.
Handschriftliches Lied "Ich möchte Dir so gerne sagen" (1843);
15.
Handschriftliches Lied "Nur die Eine" (1847);
16.
Romanze f. eine Soparanst. mit Begleitung des Pianoforte "Traurig in
stiller Einsamkeit"
(handschriftlich, 1842);
17.
Drei Lieder (Lebensstoffe, Hahn den
Höhnern, Vogelscheuche), in: Odeon, f. Quartett- und Chorgesang ohne
Begleitung. Mit Original-Campositionen berühmter
deutsche Tonsetzer, hrsg. v. Th. Täglichsbeck.
Partitur-Ausgabe Bd. II, Göpel, Stuttgart a.J.;
18.
Lied: "Barcarole", in: Pfennig-Magazin f. Gesang u. Guitarre, hrsg. v.
einem Verein
rheinländischer Tonkünstler, redigiert v. F.W.
Arnold, I, Bd. III, 1835 37te Lieferung, Cöln, Gaul u. Tonger;
19.
Lied: "Wunsch", in: "Hebe", ein Pfennig-Magazin f. Freunde und
Freundinnen des Gesangs
u. der Guitarre, hrsg. v. einem Verein rheinischer
Tonkünstler, redigiert v. F. Arnold, IV, 1839, 40te
bis 52te Lieferung Cöln ,Tonger
20.
Drei Lieder (Rastloses Treiben,
Östliche Romanze, Was ist's...), in:Orpheon, Album f. Gesang in
Original-Compositionen der berühmtesten und
beliebtesten deutschen Tansetzer, hrsg. v. Th. Täglichsbeck.
Auswahl mit Begleitung der Guitarre, eingerichtet v. F. Siber,
Stuttgart o.J., Göpel, Bd. I/II.
B.
Instrumentalwerke:
21. Ouvertüre
"Rückblicke und Bekenntnisse" nach Montanus (1837), gedruckt
1927;
22. Große
Sonate D-Moll f. Kl., F. W. Arnold, Elberfeld, Verl.-Nr. 691;
23. Recreations
des Pianistes, La Melancholie: Grand Waltz for the Piano Forte, Ent. Sta. Hall, publ. by
Johanning G Ca, Importers & Publichers af Music, 6, John
Street, Oxford Street, London a.J.;
24.
Blätter vom Weihnachtsbaume, Zehn Kinderstücke f. das
Pianoforte, Heft 1 u. 2, F.W. Arnold, Elberfeld,
Verlags-Nr. 707-708;
25.
Klavierstück (handschriftlich).
bis
hierher nach der Aufstellung von Andreas von Immhoff 1972
Ab
hier weitere nach 1972 aufgefundene Kompositionen
Nr. 26 F-Dur-Sonate für
das Pianoforte
Von
dem einzigen bisher vorhandenen Exemplar ist das Umschlagblatt abhanden
gekommen, so daß keine weiteren Einzelheiten zitiert werden
können. Zweifellos aber handelt es sich um ein
Verlagserzeugnis von F.W. Arnold in Elberfeld und damit ebenfalls um
eine posthum verlegte Komposition. Reproduziert wurde diese Sonate in
der unter Nr.1 "LITERATUR" erwähnten Reichsrundfunksendung vom
1.8.1939. Diese Sendung mit gesprochener Einleitung, Liedern und eben
dieser Sonate liegt auf Magnetofonband und als Cassette vor.
(Siehe
auch Analyse von Prof. Douliez, S.9]
Nr. 27
"Entwurf eines Violinquartetts
für
meinen Neffen Franky d'Alquen (einem Sohn seines Bruders Franz Maria]
zu Brighton. Mülheim am Rhein, 1855"
Es
handelt sich um eine Komposition mit 43 Seiten im Querformat 36 x 24
cm. Ob dieses Quartett, wie Nr. 28, ebenfalls posthum verlegt wurde,
ist nicht bekannt.
(Siehe
auch Analyse van Prof. Douliez, S.1-5]
Nr. 28
Streichquartett D-Moll|
für
2 Viol., Viola u. Violonc, komponiert und seinem Bruder Franz Maria
gewidmet von Johann Peter Cornelius d'Alquen (Nr. 7 der nachgelassenen
Werke] F.W. Arnold, Elberfeld ( Ohne VN] 4 H.
Nr. 29
"Willkommen schöner Feiermorgen"
vierstimmiger
Männerchor a capella von J.P.G.d'Alquen
Fotokopie
eines Manuskriptes, dies aber nicht von d'A. selbst geschrieben, sondern Abschrift vom Original.
Nr. 30
"Liebchen lass dich küssen..., Wiegenlied komponiert von Dr. d'Alquen.
Text von Tiedge. Kein Originalmanuskript sondern Abschrift vom
Original. Veröffentlicht 1836 im "Schatzkästlein
für das schöne Geschlecht".
Der
unter Nr. 11 angeführte Band mit 107 handschriftlichen Liedern
enthält dieses "Wiegenlied" ebenfalls, allerdings mit einem
anderen Schluss.
Zwei
Walzer und ein Lied
Den
beiden Walzern ist das Motto " Wer gerne tanzt, dem ist leicht
gepfiffen, Göthe" vorangestellt.
Nr. 1
C-dur m. 2 Trios
Nr. 2
D-dur m. einem Trio
Lied
Mops
und Möpschen, Kinderliedweise Gedicht van Hoffmann von
Fallersleben
Beschreibung
des Musikwissenschaftlichen Instituts der Universität
Köln vom 11 .3.1961:
"Die
beiden Stücke sind der Hausmusik zuzurechnen; technisch
einfach (linke Hand ausschließlich Akkordbegleitung),
harmonisch reizvoll und sicher durchaus als "Musik zum Tanz"
geschrieben. Stilistisch erinnern sie an ähnliche
Stücke von Stephen Heller oder Norbert Burgmüller.
Handschriftliche Widmung: d'Alquen für Löbbekes
Kinder.
Bei
dem Lied "Mops und Möpschen" handelt es sich um die bekannte
Liedweise (als unser Mops ein Möpschen war....) mit einfacher
akkordischer Begleitung".
(Das Lied 'Als unser Mops ein Möpschen war' können Sie hier als Noten ansehen und als Klangdatei anhören.)
Nachträgliche
Anmerkungen
zu
Nr. 4 Weihnachtskantate:
Beschreibung
ebenfalls aus obiger Quelle: "Die Weihnachtscantate (Umfang 50
Blätter) f. 2 Soprane, Tenor, Bass und Klavier
enthält 10 Nummern, die teilweise ineinander
übergehen.
Die
schwer lesbaren Texte scheinen weniger Religiöses, sondern
eher romantische Naturinnigkeit auszudrücken, wie auch der
musikalische Duktus fast ausschließlich lyrisch-kantabel ist.
Die Chorsätze sind melodisch homophon gehalten".
Das Musikwissenschaftliche Institut der Universität zu Köln,
Abtl. Rheinische Musikgeschichte, gibt dazu unter dem 11.3.1981
folgende Beschreibung:
Die Weihnachts-Cantate (Umfang 50 Blätter) f. 2 Soprane, Tenor,
Bass, Chor u. Klavier enthält 10 Nummern, die teilweise ineinander
übergehen.
Der Einfachheit halber zählen wir die Nummern hier auf:
Introdution (Bass u. K.) C-Moll
No. 2 Aria Bass Andante Es-Dur
No. 3 Recitative Sopran. Attacca:
No. 4 Duettino Sopran u. Tenor G-Dur
No. 5 Rec. Tenor
No. 6 Chor mit Solopartien Allegro C-Dur. Attacca:
No. 7 Rec. Sopran. Attacca:
No. 8 Aria Sopran B-Dur Allegro. Attacca:
No. 9 Quator Sopran 1 u. 2, Tenor, Bass. Attacca:
No. 10 Finale Chor Allegro vivace Es-Dur.
Die originalen Noten, die sich ursprünglich in der
(aufgelösten) "Musicalischen Academie 1812 - Burscheid" befanden,
hat heute Klaus d'Alquen in seinem Besitz.
zu
Nr. 24 Blätter vom Weihnachtsbaume und
zu
Nr. 28 Streichquartett D-moll
Beide
Verlagserzeugnisse sind merkwürdigerweise als No. 7 der
nachgelassenen Werke mit entsprechendem Aufdruck auf der Umschlagseite
gekennzeichnet. Es mag sich um einen Irrtum seitens des Verlegers
handeln.
Im
übrigen konnten bisher lediglich die Nummern 1, 3, 4, 5, 6, 7
+ 7 festgestellt werden, wobei möglicherweise die Werksnummer
26 (F-dur-Sonate) die No. 2 der nachgelassenen Werke darstellt, was
aber wegen der fehlenden Umschlagseite dieser Sonate nicht mit
Bestimmtheit gesagt werden kann.
Weiterhin
ist bis jetzt nicht bekannt, ob noch weitere Kompositionen posthum
verlegt worden sind.
Eine Analyse
einer Anzahl von Kompositionen des J. P. C. d’Alquen von dem
Musikwissenschaftler Professor Paul Douliez finden Sie hier.
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