Die
ältere westfälische Linie
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Johann
Peter Cornelius d'Alquen (Jean)
Dr. med. (1800- 1863)
Bei
keinem der Kinder des Franz Adam
D’Alquen können wir auf eine so
geschlossene und umfangreiche
Dokumentation zurückgreifen als bei Jean. Sein Leben,
besonders seine
Erfolge als Komponist, wurden bereits kurz nach seinem Tode in einer
Biographie und bis auf die jüngste Zeit in wissenschaftlichen
und
journalistischen Artikeln gewürdigt.
Die genannte Biographie
erschien 1864, ein Jahr nach seinem Tode. Sie war anonym
verfaßt. Erst
aus einem Werkeverzeichnis (1) konnte entschlüsselt werden,
daß es sich
um eine Veröffentlichung seines Freundes Vinzenz von
Zuccalmaglio
handelt, dessen Pseudonym Montanus war. Interessanterweise erschien
diese Biographie (Abb.siehe unten ) auch in englischer Sprache. Sie ist
im Besitz
der Londoner D’Alquen/d’Alquen.
Vinzenz von Zuccalmaglio hat mit
seiner Kurz- biographie dem Freund Jean d’Alquen ein Denkmal
der innigen
Freundschaft und Verehrung gesetzt.
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Er sieht den Verstorbenen im
überhöhten Licht einer idealen
Persönlichkeit: Jean ist das Muster an
Pflichterfüllung, ärztlicher Hingabe an den
Patienten, der zu jeder
Zeit mit ihm rechnen kann, da Dr. d’Alquen nie
verreist, nie
Gesellschaften gibt, Mahlzeiten nur zu Hause einnimmt, vom Haus nur
abwesend ist, um Krankenbesuche zu machen, wobei er die Gelegenheit zu
gründlichen botanischen und zoologischen Studien wahrnimmt. (Eine zeitgenössische Kurzbiographie können Sie hier nachlesen.)

In der englischen Übersetzung wirkt diese Huldigung
stilistisch z.
T. befremdend. Es ist mit großer Sicherheit zu vermuten,
daß das letzte Kind des Franz Adam, Karoline, die Urheberin
der
englischen Ausgabe ist. Sie wollte ihren Bruder Jean bei den englischen
Nachkommen ihrer Brüder Franz und Fritz in bleibender
Erinnerung
erhalten. Ihr perfektes Englisch hatte sie während jahrelanger
Aufenthalte bei ihren Brüdern Franz in Brighton und
gelegentlich
bei Fritz in London erworben. Aus Zuccalmaglios Biographie (2)
beschränken wir uns im folgenden auf die reinen Fakten zur
Lebensgeschichte. Wir verbinden sie mit solchen, die uns aus Josephines
nachgelassenen Papieren (3) und sonstigen Quellen (4) bekannt geworden
sind.
Johann/Jean Peter Cornelius Dalcken wurde am 18. September 1800 auf
Schloß Wasserlos unweit von Seligenstadt auf der anderen
Mainseite geboren und tags darauf getauft. Sein Vater Franz Adam
D’Alquen schreibt ins Gebetbuch:
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„Im
Jahre 1800 In der Nacht vom 18t auf den 19 September um halb Ein Uhr
ist gebohren Johannes Petrus Cornelius D’Alquen in Wasserlos.
Am
19t September wurde er vom Pfarrer von Alzenau getauft und von seinem
Großvater Johannes Cornelius Ubaghs aus der Taufe gehoben.
Der
Name Petrus wurde ihm wegen seinem väterlichen
Großvater
Petrus D’Alquen beigegeben.
Wasserlos, am 19t Sept. 1800
D’Alquen“ |
Der
lateinische Taufeintrag im Taufregister der Pfarrei Alzenau lautet in
deutscher Übersetzung:
Am 19. September [1800] wurde des hochgeehrten Herrn Franz Dalcken,
Anwalt des Mainzer
Kurfürsten, und seiner Ehefrau Helene,
geborene Upags, legitimer Sohn Johann Peter Cornelius
getauft. Aus der Taufe hob ihn
Johann Peter Cornelius Upags, Vater der Wöchnerin, aus
Maastrich an der Maas.
Die Mutter Helene Sybille wohnte auf Schloß Wasserlos bei
ihrer
Schwester, der Marquise Josepha du Chasteler. Der Vater war als
Verwaltungsbeamter am Oberamt im etwa zwölf Kilometer
entfernten
Steinheim bei Höchst beschäftigt.
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Spätestens im April 1802 übersiedelte die Mutter mit
dem
Säugling nach Seligenstadt. Ihre Schwester starb in Wasserlos
im
Mai dieses Jahres. Helene dürfte bei der Schwiegermutter
Elisabeth, Witwe des Löwenwirts Peter Dalquen, bzw. ihrem
Schwager
Hermann Josef Dalquen Aufnahme gefunden haben, der das große
Barockhaus Römergasse 10, den früheren
„Goldenen
Löwen“, geerbt hatte. Hier kamen am 28. April 1802
die
Geschwister Josephina/Phina und 1804 Franz Adam Maria zur Welt.
Die Zeitläufte waren nicht dazu angetan, in eine
überschaubare, ruhige Zukunft zu sehen. Die Franzosen hatten
das
linke Rheinufer besetzt. Mainz war nicht mehr die Haupt- und
Residenzstadt des Kurfürsten. Er hatte sie ins nahegelegene,
rechtsrheinische Aschaffenburg verlegen müssen. Sein Staat
hatte
große Gebiete an die Franzosen verloren.
Schließlich
löste sich das Erste Deutsche Reich auf. Die Reste des
Kurfürstentums Mainz gingen 1803 im späteren
Großherzogtum Hessen auf. Bis in den August 1802 war der
Vater
Franz Adam mehrfach in juristischen Angelegenheiten des Marquis in den
Niederlanden, inzwischen der französischen Batavischen
Republik
unterwegs gewesen. |
Im Oktober 1803 muß der Vater die Familie verlassen und sich
auf
Weisung des neuen Landesherrn, des Landgrafen Ludewig X.,
später
Großherzogs von Hessen, in dessen neu erworbenes Herzogtum
Westfalen verfügen, um hier die Klöster
aufzulösen und
in den Besitz des Landgrafen überzuführen.
1805 finden wir Franz Adam in Werl, wo er zum Rentmeister mit
Ratscharakter bestellt ist. Hierher holte er die Familie nach. Das
nächste Kind, die Tochter Ida Maria Josepha, wurde hier am 19.
März 1806 geboren. Vermutlich wohnte die Familie im ehemaligen
Kloster. 1808 oder 1809 übersiedelte sie nach Arnsberg, wo
inzwischen der Regierungssitz errichtet worden war. Nach dem Sohn Franz
Hermann Josef, im März 1808 noch in Werl geboren, kam das
nächste Kind, Arnold Friedrich/Fritz Engelbert bereits im
Oktober
1809 in Arnsberg zur Welt.
Inzwischen war Jean neun Jahre alt geworden. Seine Spielgenossin war
die siebenjährige Phina. Franz war fünf, Ida drei,
Hermann
ein Jahr alt, Fritz gerade erst geboren. Für die fünf
Kinder
war eine Erzieherin engagiert worden, sicher sofort mit dem Bezug einer
großen Wohnung am Alten Markt 14, wovon zunächst die
beiden
älteren Geschwister
profitierten.
1811 bezog Jean das Gymnasium in Arnsberg. Phina, die keine
weiterführende Schule besuchen konnte, Mädchen an
Gymnasien
gab es noch lange nicht, machte mit Jean zusammen dessen Hausaufgaben.
Als etwa Zehnjähriger stiehlt er seinem Vater
Verhörprotokollformulare und erfindet lustige
Verhöre. Eines
davon hat im Nachlaß der Josephine überlebt (5).
Phina
bemerkt dazu, Jean sei ein hervorragender Mathematiker gewesen,
überhaupt sehr talentiert, sehr fleißig; er habe
eine Masse
Wissen angehäuft, die für sechs gereicht
hätte und immer
noch üppig gewesen wäre.
Bald waren diese Formulare Schmierpapier geworden. Denn 1815 wurde das
landgräflich-hessische Herzogtum Westfalen eine
preußische
Provinz, und die von der Familie, besonders von Franz Adam ungeliebten
Preußen werden ihre eigenen Formulare mitgebracht haben. So
dürfte also der Fomulardiebstahl, wenn es überhaupt
einer
war, unerheblich gewesen sein.
Zum Ärger mit den und über die Preußen
könnte gut
passen, was Josephine in ihren Erinnerungen über die Spiele
der
Kinder schreibt: Im Lateinbuch ihrer Brüder gab es Texte
über
den altrömischen Sklavenbefreier Spartakus. Nach ihm nannten
sie
sich „Spartianer“, führten Gefechte gegen
die
imaginären Römer und hielten feurige republikanische
Reden.
Im Hintergrund mögen die Erzählungen des Vaters
über die
Revolutionsjahre, die französische Besetzung von Mainz und die
Gründung der Mainzer Republik mitgewirkt haben.
Zu Unüberlegtheiten und Herausforderungen führten
diese
Impfungen mit dem Geist des politischen Fortschritts bei Jean nicht.
Wir erfahren nichts von der Teilnahme in Burschenschaften. Da Phina ihm
seine gesamten Briefe (6) zurückschickte, bleibt auch unklar,
wie
er zu seinem jüngeren Bruder Fritz und zu dessen Verurteilung
zur
Festungshaft stand. In diesem Zusammenhang erwähnt
Zuccalmaglio
(7) lediglich, er habe als Liberaler auf einen wichtigen
niederrheinischen Adligen Einfluß genommen. Dabei kann es
sich
nur um seinen Kölner Patienten, den erzkonsevativen Grafen von
Fürstenberg-Stammheim handeln, aus einer Familie, mit der die
Eltern bereits in der Arnsberger Zeit gut bekannt waren. Vinzenz von
Zuccalmaglio erwähnt in seinem Buch
„Vorzeit“,
daß Jean sich im vertrauten Freundeskreis heftig gegen die
„politischen und kirchlichen
Zurücktreiber“
geäußert habe.
Nach
sechsjährigem Besuch des Arnsberger Gymnasiums bestand Jean
1817 das Abitur. Als 17jähriger „zu jung und zart
für
ein wüßtes Universitätsleben“ (7
a), schickten
ihn die Eltern zu einem medizinischen Vorbereitungsstudium nach
Münster, wo er Kollegien in Pharmazie, chemischer
Pharmakologie,
Botanik und Naturgeschichte besuchte; ab dem 28. November 1818
studierte er Medizin in Gießen und ab dem 20. Mai 1821
Medizin in
Berlin. Die Reisen zwischen Gießen und Arnsberg wurden zu
Fuß bewältigt (8), etwa 110 km einfach. Am 15.
März
1822 promovierte er in Berlin zum Doktor der Medizin über
Gebärmutterkrebs. Seine lateinisch verfaßte
Dissertation ist
erhalten.
(Den Versuch einer Übersetzung finden Sie hier.)
Die Berliner Zeit war für Jeans große Begabung, die
Musik,
von entscheidender Bedeutung. Zu den führenden Komponisten der
Zeit gehörte Prof. Carl Friedrich Zelter von der
Königlichen
Akademie der Künste. Bei ihm studierte Jean Komposition.
Zelter
hatte sich einen Namen als Erneuerer der Musik Johann Sebastian Bachs
gemacht. Er war ein Freund Goethes, der ihn als Vertoner zahlreicher
seiner Gedichte hoch schätzte. Zelter war u. a. auch Lehrer
von
Felix Mendelssohn-Bartholdy. Über Zelter empfing Jean
Anregungen
im Sinne Schuberts und Schumanns.
Die andere musikalische Kapazität, der Jean in Berlin
begegnete,
war Bernhard Klein. Er war Lehrer für Harmonie und Kontrapunkt
am
Königlichen Institut für Kirchenmusik, danach
Musikdirektor
und Gesangslehrer an der Universität.
Über die musische Ausbildung im Elternhaus wissen wir nichts.
Jean
war bereits als Student ein sehr guter Violonist und ein meisterhafter
Klavierspieler wie übrigens Josephine auch. Es bleibt
rätselhaft, woher die hohe Musikalität
aller Kinder des
Franz Adam und der Helene Sybille stammt. Mit Jeans Rückkehr
ins
Elternhaus am 27. August 1822 war die Studienzeit
beendet.
1823/24 hat er nach Phinas Darstellung einige Patienten in Arnsberg
betreut. Seine Haupttätigkeit widmete er allerdings der Musik.
In
dieser Zeit entsteht eine Sammlung von 107 von ihm komponierter,
handschriftlicher Lieder mit Klavierbegleitung, elf davon mit
Datierungen aus diesen Jahren, die er 1831 binden ließ. 33
dieser
Lieder sind Autoren zuzuordnen, so u. a. Walter Scott (sechsmal),
Goethe, Ludwig Tieck und Shakespeare (je dreimal), Schiller, Gleim,
Rückert und Herder (je einmal).
In die gleiche Zeit dürfte die Sammlung von 100 Liedern
für
zwei Sopran- und eine Altstimme fallen, die z. T. von Josephine
arrangiert worden waren. Diese Sammlung ist gemäß
einer
Anmerkung der Josephine durch Veruntreuung verloren gegangen. In
späteren Jahren hatte sie sie verliehen und nicht wieder
zurückerhalten. Die Lieder waren für die drei
Schwestern
Phina, Ida und Karoline komponiert worden.
1824 übersiedelt Jean nach Mülheim, um sich hier als
Arzt
niederzulassen. Er ist das erste Kind, das das Elternhaus
verläßt, ein Jahr vor der bedrückenden
Zwangspensionierung des Vaters.
Die Familie hatte in Arnsberg die Bekanntschaft des Kölner
Geheimen Medizinalrates Merrem und der Frau des Geheimrats
Köster
(9) gemacht. Deren Schwester, eine verheiratete Dumont-Schauenberg,
lebte in Köln. Von diesen beiden Damen ging die Anregung aus,
nach
Mülheim zu ziehen. Hier arbeitete außer Dr. Brunner
nur noch
der Chirurg Pichler, der zugleich Bader war. Jean fand Aufnahme im
Hause des Mülheimer Onkels der beiden Damen, des Obersten
Heinrich
von Zuccalmaglio, einst Oberbefehlshaber der bergischen Landestruppen.
Hier verkehrten auch dessen Sohn Jakob Salentin von Zuccalmaglio und
seine Enkel Vinzenz (10) und Anton Wilhelm von Zuccalmaglio. Letzterer
schreibt in seinen Erinnerungen (11):
„Mein theuerster und innigster Umgang fesselte mich wieder an
Mülheim. Im großelterlichen Hause hatte sich ein
junger Arzt
eingemiethet, dessen Bekanntschaft ich machte, der mir bald theuer wie
wenige wurde. Hans D’Alquen aus einer belgischen nach
Arnsberg
übersiedelten Familie, hatte in Gießen wie in Berlin
studiert, war einer der tüchtigsten Männer seiner
Zunft, aber
ein Mann, der sich mit diesem Kreise der Thätigkeit nicht
begnügte, der seine Studien auch auf die neuen Sprachen
ausdehnte,
um besser alle Erscheinungen des Tages,
in den
verschiedenen europäischen Völkern zu fassen und sich
anzueigenen. Durch ihn erhielt ich neue Anregung, das
französische, das englische und das italienische wieder frisch
anzugreifen, die Musterschriftsteller dieser Sprachen wieder zu lesen.
Ein ferneres Feld, auf dem wir
miteinander
wandelten, war die Kräuterkunde, das angelegentlichste aber
die
Musik. D’Alquen spielte sehr geläufig Klavier, hatte
eine
solche Gabe des reinen Satzes, daß er auch als Musiker vom
Fach
sich eine schöne Bahn gebrochen haben würde. Seinen
musikalischen Gedanken nach reihte er sich Maria Weber an,
aber
mit seiner Gabe des Setzens oder Bauens
stand er
vollendeter da, konnte er für einen Schüler Mozarts
gelten.
Seine Lieder, deren er eine reiche Sammlung schuf, waren vollendet
durch die schönen abgerundeten Weisen. Aber auch
Größeres hatte er versucht, hatte sich Aufgaben
für
große Tonbühnen gestellt, so daß wir ein
Singspiel zu
unternehmen wagen durften. Ich schrieb natürlich nur das Buch.
Ich
hatte anfangs einen Stoff gewählt, der ein Kloster
voraussetzte,
aus welchem eine junge Schöne entführt werden sollte.
Der
Freund verwarf denselben und zwar, weil die mittelalterliche
Einrichtung des Klosters der Neuzeit zu fern liege, nicht mehr
begriffen werde. Ich gab beschämt nach, aber in welchem
Maße
hat mir das Schicksal Recht gegeben, wie bald hat sich die
mittelalterliche Einrichtung wieder in die Neuzeit
hineingeschmuggelt!“
Vinzenz von Zuccalmaglio erwähnt, daß Jean in den
frühen Mülheimer Jahren bereits
naturwissenschaftliche
Sammlungen anlegte, so z. B. von Blütenpflanzen, Vogeleiern
und
Vögeln, Reptilien und Insekten. In seinem Hause hatte er eine
optische Werkstatt und ein physikalisches Labor. Die Angelei
entwickelte sich zu einem Hobby. Er bezog Gerät aus England
und
weihte später den Sohn Hermann in diese Kunst ein (XV.
Bericht, S.
596).
In den Jahren vor seiner Verheiratung veröffentlichte Jean
verschiedene wissenschaftliche Arbeiten, so über den
„Fall
eines vollständigen Anencephalus“
(Hirnmißbildung bei
abgeflachter Schädeldecke) (12), über
„Hydrocephalus
internus acutus“ (Wasserkopf) (13), „Paralysis
vesicae
urinariae“ (Harnblase); die „schmerzhafte
Anschwellung der
Leber bei einem Säugling“ (14),
„Beiträge zu
einer näheren Darstellung der Krankheits-Constitution des
verflossenen Jahres 1825, zunächst in der Stadt und Umgebung
von
Mülheim am Rhein, mit verspäteter
Berücksichtigung der
letzten Jahreshälfte“ (16).
Eine „weite“ Reise unternahm Jean
schließlich doch,
und zwar kurz vor 1830 zu seinem Bruder Franz nach Brüssel.
Nach
Arnsberg ist er nie zurückgekehrt. Auch die Brüder in
Brighton bzw. London hat er nicht besucht.
Im Hause des
Obersten von Zuccalmaglio verkehrte auch der
Weinhändler Johann Georg Häke (auch Häcke
und Haecke)
(Anhang I). Jean verliebt sich in dessen jüngere Tochter Maria
Anna Theresia Franziska (geboren am 7. Okt. 1803 in Burg an der Wupper,
gestorben in Essen 21. XII. 1876). Häke war verwitwet. Seine
Frau
Ludovica war eine geb. Freiin von Wieds. Am 12. April 1831 heiratete
das Paar in Mülheim. Trauzeuge war u. a. Jeans Bruder
Friedrich. Ein anderer Trauzeuge war der Maler Josef Haecke, 28 Jahre
alt, Bruder der Braut, aus Köln. Er wird in Anton Wilhelm von
Zuccalmaglios Erinnerungen (17) mehrfach erwähnt. Von ihm
stammt
ein gutes Ölporträt seiner Schwester Therese (18)
sowie ein
weiteres in Graphit (19).
Vinzenz von Zuccalmaglio berichtet von der außerordentlich
harmonischen Ehe, der sechs Kinder entsprossen: 1832 Karl, 1833
Hermann, 1835 Georg, 1836 die Zwillinge Johanna Ida Louise und Sophie
Therese Josephine und schließlich 1842 Theodor.
Johann Peter Cornelius hatte sich neben naturwissenschaftlichen auch
sprachliche Kenntnis angeeignet. Latein und Griechisch waren ihm von
der Schule her vertraut. Französisch und Englisch soll er
perfekt
beherrscht haben; im Italienischen war er so bewandert, daß
er
Petrarca übersetzen konnte. Schließlich hatte er
auch
Spanischkenntnisse. Seine vielfältige Bildung
befähigte ihn,
seine Kinder selbst zu unterrichten (20), bis sie ins Gymnasium
eintreten konnten. Er nahm keinen Einfluß auf ihre Berufswahl.
Besonders erwähnenswert sind seine Kenntnisse auf optischem
Gebiet. Er hatte Fernrohre und Mikroskope in England gekauft. Zu
letzteren erfand und baute er einen Beleuchtungsapparat, den er
ausführlich 1853 beschrieb (21). Sein langjähriger
Kölner Freund, der Geheime Medizinalrat Dr. Fischer,
vermittelte
die Bekanntschaft zu dem Berliner Physiologen Dr. Joh. Müller.
Der
schickte einen Optiker zu Dr. d’Alquen, damit er bei ihm das
Schleifen von Mikroskoplinsen erlerne. In der gleichen Zeitschrift (15)
hatt er 1853 über die „Vogel-Fauna der Gegend um
Mülheim am Rhein“ geschrieben.
Die ausgedehnten Tätigkeiten neben seiner Praxis und dem
Unterricht mit seinen Kindern mögen bereits 1836 Josephine zu
der
Bemerkung veranlaßt haben: „Jean hat sich ganz aus
dem
Kreis der Familie herausgeschäält.“ (22)
Zu seinen „Liebhabereien“ kommt als die am
intensivsten und
erfolgreichsten geübte, die Musik, noch hinzu. Abgesehen von
seiner virtuosen Beherrschung des „Pianofortes“,
des
Klaviers, war es ganz besonders die Liedkomposition, der er sich
widmete.
A. W. von Zuccalmaglio kehrte 1840 nach achtjähriger
Hauslehrertätigkeit bei den Fürsten Gontschakow und
Paskiewitsch, den russischen Statthaltern in Polen, aus Warschau
zurück (23) nach Mülheim. Zuccalmaglio war vor und
nach
seinem Auslandsaufenthalt einer der bedeutendsten Volksliedersammler
seiner Zeit. Jean vertonte etliche seiner Textbearbeitungen. Das meiste
davon erschien ohne Nennung von Jeans Namen. Vieles von Zuccalmaglios
Liedern wurde sogenanntes „Volksgut“, d. h. die
Texte und
Melodien waren so eingängig, daß sie vom Volk
gesungen
wurden, ohne daß man wußte, von wem sie stammten.
Im
„Zupfgeigenhansel“, dem Liederbuch der
„bewegten
Jugend“ kurz vor 1900 finde ich in der 164. Auflage von 1940
noch
folgende Lieder von A. W. v. Zuccalamglio: „Mein Schatz, der
ist
auf die Wanderschaft hin, ich weiß aber nicht, was ich so
traurig
bin...“ (S. 48); dann „Schwesterlein,
Schwesterlein, wann
gehn wir nach Haus...“ (S. 53); und „Es
fiel ein Reif
in der Frühlingsnacht...“ (S. 78 f).
Das bekannte Volkslied „Kein schöner Land in dieser
Zeit“, dessen Text von Zuccalmaglio stammt, soll nach
Mitteilung
von Else Yeo (s. Lit.-Verz.) von J. P. C. d’Alquen vertont
worden
sein.
Für seine „Schatzkammer“ hatte A.W. v.
Zuccalmaglio
eine ganze Reihe von Melodieaufträgen erteilt. Auch Johann
Peter
Cornelius war hier beteiligt. Bei seiner Rückkehr 1840 hatte
sich
Zuccalmaglio in Berlin mit Felix Mendelssohn- Bartholdy und dessen Schwester
befreundet. Seither arbeitete er eng mit ihm zusammen als einer der
„Davidsbündler“.
Auch von hier ist Einfluß auf Dr. d’Alquen
ausgegangen.
Um diese Zeit veröffentlichte Jean seine ersten Kompositionen,
so
bei Busse in Braunschweig im „Arion“,
später in
Stuttgart bei Göppert, hier auch bereits Klaviersonaten,
Saitenquartette und Opernszenen.
Um 1840 entdeckt Dr. d’Alquen in Köln eine
herausragende
Gesangbegabung. Es ist der Bassist Carl Formes. Jean schult ihn in der
Rolle des „Sarastro“, in der Formes in
Köln
große Erfolge erzielt (24).
Im August des darauffolgenden Jahres unterbricht Josephine die Reise
zur Cousine (25), der Gräfin von Bocarmé, geborene
Marquise
du Chasteler, auf Schloß Bitremont in Bury in Belgien. Jean
nahm
die Wechsel der Cousine entgegen, das Reisegeld für seine
Schwester Josephine. Sie hätte aus eigenen Mitteln solche
Reisen
niemals finanzieren können. Sie war damals in einer
schwierigen
seelischen Verfassung und schrieb an ihren Freund Pfeil, daß
Jeans, seine Frau und seine Kinder sie „auf das liebevollste
zu
Erheitern suchten.“ (26) Mehr und Persönlicheres
erfahren wir aus diesem Brief nicht. Sie hatte auch
ursprünglich nur einen eintägigen Aufenthalt
vorgesehen. Das
Verhältnis Josephines zur Familie ihres Bruders Jean war bei
weitem nicht so herzlich und anteilnehmend wie zu denen ihrer
englischen Brüder Franz und Fritz. Ihre kleinen Neffen,
Söhne
Jeans, erfahren nicht einmal eine namentliche Erwähnung.
Zwei bedeutende musikalische Ereignisse der folgenden Jahre, bei denen
sich Dr. d‘Alquen engagiert hatte, sind 1847 das 1.
Gesangsfest
des Bergischen Sängerbundes in Lennep. Montanus, d. i. Anton
Wilhelm von Zuccalmaglio, organisierte es. Einige Festbeiträge
stammen von ihm und Wilhelm von Waldbröhl, d. i. Vinzenz von
Zuccalmaglio, Bruder des Montanus (27). Und 1852 komponierte Jean
für den gleichen Sängerbund das umfangreiche Tonwek
für
Männerstimmen „Die Lehen von St. Goar“.
In diesen fünfziger Jahren hatte Josephine mehrfach
brieflichen
Kontakt zu ihrem Bruder Jean. Sie überläßt
ihm eines
ihrer „Blauen Bücher“ mit kritischen
Kommentaren
insbesondere zu dem Roman „Die Ritter vom Geist“
von Karl
Gutzkow (28). Jean schreibt ihr ironisch zurück, sie
möge
sich in acht nehmen, daß ihr der Ritter nicht einmal nachts
erscheine, da sie sich so ablehnend zu dem Roman
geäußert
habe. In ein zweites „Blaues Buch“, das sie auch
ihrem
Bruder sandte, waren seine sämtlichen Briefe an sie
eingeheftet.
Dieses Buch hat er nicht erhalten.
Im gleichen Zeitraum schickt Bruder Fritz aus London ein Mikroskop, mit
dem Jean viel arbeitet. 1853 und 1856 veröffentlicht er zwei
Artikel „Zur Mikroskopie“ und seine Experimente
(30) und
über die Vogelwelt in der Gegend um Mülheim (31).
Aber auch die Lyrik beschäftigt ihn. Einer seiner Biografen
berichtet (32), ihm lägen drei Bändchen
handschriftlicher
Gedichte von Dr. d’Alquen vor. Das erste habe als Motto:
„Ich sage nicht, daß sie unsterblich sind.
Pfeffel“,
das zweite „Dichten ist ein lustiges Handwerk.
Goethe“. Das
Motto des dritten wird nicht erwähnt. Über den
Verbleib der
Gedichtbändchen, die 1860 vorlagen, ist leider nichts bekannt.
So
erfahren wir nicht, ob d’Alquen auch eigene Poesie vertont
hat.
Es war Dr. d’Alquen sehr peinlich, seinen Namen auf
Kompositionen
oder Partituren abgedruckt zu sehen. Er argumentierte, seinen Beruf als
Arzt bringe seine Tätigkeit als Komponist in ein schiefes
Licht.
Daher schickte er 1860 eine Sinfonie, die er schließlich
nicht
gut anonym veröffentlichen konnte, seinem Bruder Franz, dem
Musikdirektor, nach Brighton, wo sie mit großem Erfolg
aufgeführt wurde. Über eine englische
Pressebesprechung kam
die Sache aber auf. Eine Kölner Zeitung machte das Ereignis im
gleichen Jahre noch bekannt. Über den Verbleib der Partitur
dieser
Sinfonie ist nichts bekannt.
Ein Musikkritiker enthielt sich nicht der Andeutung eines zarten
Plagiats: Er hatte eine Stelle herausgehört, die ihm von
Beethoven
übernommen schien. Dr. d’Alquen darauf angesprochen,
gab
dies unumwunden zu und meinte, es sei ganz unbewußt
geschehen,
und selbstverständlich werde er die Stelle ändern
(wie 32).
Andererseits, so meinten Freunde, könne man dies aber auch als
Huldigung an Beethoven sehen.
Im Oktober 1861 ernannte König Wilhelm von Preußen,
der
spätere deutsche Kaiser, auf Antrag des Kölner
Regierungspräsidenten Dr. J. P. C. d’Alquen zum
Sanitätsrat. Der preußische Kultusminister von
Bethmann-Hollweg befürwortete den Antrag vom 1. Oktober wie
folgt:
„Die Regierung zu Coeln hat darauf angetragen, daß
dem
practischen Arzte Dr. d’Alquen in Mülheim a/Rhein
der
Character als Sanitäths-Rath verliehen werden möge. -
Derselbe, gegenwärtig 61 Jahr alt, ist seit 1822, in welchem
Jahr
er die Approbation als Arzt erhalten hat, in Mülheim
ansäßig. Seinen ärztlichen Beistand
läßt er
Armen und Reichen in höchst uneigennütziger Weise zu
Theil
werden. Mit besonderer Vorliebe widmet er sich wissenschaftlichen
Studien und genießt als Gelehrter in allen Zweigen der
Naturwissenschaften einen wohlbegründeten Ruf. Seine
verschiedenen, reichhaltigen Sammlungen stehen dem gebildeten Publikum
jederzeit zu Gebot und werden von den Schulen der Stadt mit dem besten
Erfolge als Lehrmittel benutzt. - Diese nutzbringende
Tätigkeit
eines Mannes, der voll practischer Gesinnung auch dem Staate und der
Gemeinde bei allen vorkommenden Gelegenheiten seine Dienste gewidmet
hat, dürfte einer äußeren Anerkennung
würdig sein.
Ich erlaube mir daher, den Antrag der Regierung ehrerbietigst zu
befürworten und Ew. Königlichen Majestät
allerunterthänigst zu bitten: dem p Dr. d’Alquen den
Charakter als Sanitätsrath durch Vollziehung des
beigeschlossenen
Patents in Gnaden verleihen zu wollen. Berlin, den 30ten September
1861.“
Der König, der gerade in Baden-Baden zur Kur weilt,
„vollzieht Allerhöchst“ den Antrag am 3.
Oktober. Am
4. Oktober geht der Antrag als genehmigt ab.
Interessanterweise wird in dem Antrag mit keinem Wort auf
d’Alquens musikalische Leistungen eingegangen, woraus zu
schließen ist, daß man sie nicht für so
bemerkenswert
einschätzte oder daß es, wie Johann Peter Cornelius
selbst
deutlich empfand, als rufschädigend erachtet werden konnte,
wenn
sich ein Arzt so intensiv wie er und so umfassend nebenher als Musiker
betätigte. Es könnte auch sein, daß der
Anreger solcher
Ehrung nicht im Kreise seiner Musikfreunde zu suchen ist, sondern im
Kreis der Politiker, mit denen Jean zu tun hatte, z. B. dem Grafen von
Fürstenberg-Stammheim.
In versteckter Form ist in der Begründung auf etwas
angespielt,
das Vinzenz von Zuccalmaglio in seinem Nachruf betonen wird. Dr.
d’Alquen stellte selbst nie Honorarforderungen aus.
Gewinnstreben
sei ihm peinlich gewesen. Zuccalmaglio meint dazu (34), hätte
es
nicht eine liebenswürdige Dame gegeben, der Name wird nicht
genannt, die die Ausstellung von Rechnungen für Behandlungen
und
Rezepte übernommen habe, wäre die finanzielle
Situation
für die Familie recht kritisch geworden. d’Alquen
habe nie
Geld- oder Sachgeschenke angenommen, außer Pflanzen. Ein
einziges
Mal hätten seine Freunde ihn mit einem Geschenk
überrascht,
das er angenommen habe, ein neues Pianoforte zu seinem 60. Geburtstag.
Am 20. Dezember 1859 wurde Dr. d’Alquen zu seinem alten
Patienten, dem Grafen von Fürstenberg-Stammheim, nach
Köln
gerufen. Er starb in d’Alquens Armen. Der Graf, der dem
erzkonservativen, antirevolutionären, katholischen
Flügel des
preußischen Herrenhauses angehörte, hielt seinem
liberalen
Hausarzt, dem Bruder eines zu fünfzehn Jahren Festungshaft
verurteilten Revolutionärs, über Jahrzehnte die
Treue. Die
politischen Standpunkte der beiden waren wohl unverrückbar
fest.
Wenn wir Jean richtig einschätzen, hat er
gegenüber
seinem Patienten keinen Hehl aus seiner Gesinnung gemacht. Weiter
dürfte sein Einfluß nicht gegangen sein. Die
Verbindung zur
Familie Fürstenberg geht noch auf Jeans Vater zurück.
Die
Fürstenberg waren in der Arnsberger Umgebung
begütert. Fritz
hatte in der Familie Klavierunterricht erteilt.
1861 oder 1862 besuchte A. W. v. Zuccalmaglio seinen Freund in
Mülheim: „Er war sehr stille geworden, saß
gewöhnlich in der Stube oder draußen im
Sonnenschein, freute
sich seiner Blumen. War ich eine Zeitlang bei ihm, kehrte seine alte
Lebendigkeit wieder, tummelten wir uns in den Feldern, in welchen wir
uns nicht ohne Erfolg bewegt hatten: Sternenkunde, deutsches
Schriftentum oder redeten vom Gedeihen des Vaterlandes. Der Freund
setzte sich dann auch wohl an das schöne Pianino, welches er
von
seinen Mülheimer Verehrern geschenkt bekommen, und
überraschte mich mit neuen Tondichtungen [...]. Als ich ihn
zum
letzten Male sprach, sagte er mir: ‘Jetzt setze ich keine
Lieder
mehr!’
Ich suchte ihm seine Trauer auszureden, mit welcher er dieses
Gefühl ausdrückte. [...]“ Und von einem
späteren
Besuch teilt er mit: „Jetzt aber sah ich ihn entstellt, dem
Tode
nahe vor mir liegen. Er schlief. Da er so lange nicht geschlafen,
wäre es grausam gewesen, ihn wecken zu wollen. Ich war durch
seinen Anblick auch so erschüttert, sodaß ich mich
entfernte, ohne ihn gesprochen zu haben. [...] Wie an einem
älteren Bruder habe ich an diesem Manne gehangen, nichts
unternommen oder vollendet, ohne es mit ihm zu besprechen. Mit einem
solchen Manne schwindet das halbe Leben mit hinunter.“ (35)
Im Frühjahr 1863 besuchte A. W. v. Zuccalmaglio seinen Freund
J.
P. C. d’Alquen ein letztes Mal. In seinen Lebenserinnerungen
(36)
schildert er seine „größte
Sorge“ um ihn:
„Er teilte mir mit, daß er nicht lange mehr leben
werde,
daß er an einem Herzleiden sieche. Ich hielt dies
für eine
Übertreibung, für Schwarzseherei, bedauerte nur ein
anderes
Leiden dieses in jeder Hinsicht tüchtigen Mannes. Er hatte
sich in
letzter Zeit vielfach mit Sternkunde, viel mit der Natur im Reiche des
Winzigen beschäftigt [...]. Durch diese Beobachtungen scheint
er
dem Auge zu viel zugemutet zu haben, sodaß bei einer
Untersuchung
plötzlich ein Blutgefäß im Auge brach und
das Sehen
trübte. Trotz aller Mühe konnte er später
nur mit
großer Mühe lesen und schrieb undeutlich und
ungern“.
Auch das Komponieren wurde ihm unmöglich. Das Herzleiden
verstärkte sich, und so starb er am 27. November 1863 im
Kreise
seiner Familie und Freunde.
Am 2. Dezember 1863 wurde er auf dem zu Liebfrauen gehörenden
Friedhof in Mülheim beigesetzt. Sein Freund Vinzenz von
Zuccalmaglio schreibt über diese Ereignisse: „Als
Arzt sich
seines Zustandes bewußt, sprach er es schon im
Frühjahre vor
Freunden aus, daß er den nächsten Winter nicht
überleben werde. Er sah den Tag seines Hinscheidens vorher und
bestimmte mit Ruhe die Stunde seines Begräbnisses so,
daß
alle seine Freunde, gleichviel welchem Bekenntnisse sie
angehörten, ihm das letzte Geleit geben konnten, ohne den
fremden
Gottesdienst besuchen oder vom Zuge abbrechen zu müssen [...].
Noch in der letzten Stunde seines Lebens hörte man ihn
Mozart’sche Melodien leise vor sich hin flüstern
[...]. Die
allgemeinste Betheiligung der Stadt Mülheim und der
umwohnenden
ländlichen Bevölkerung am Leichengeleite, wie dort
noch nie
vorgekommen, bekundete die Liebe und Anhänglichkeit
für den
Verlebten. Arme und Reiche jedes Standes, Juden, Katholiken und
Protestanten, alle wollten ihm die letzte Ehre erzeigen, und trotz der
Winterzeit hatten liebende Hände von allen Seiten so viele
Blumenspenden mitgebracht, daß Sarg und Wagen und Grab mit
Sträußen und Kränzen bedeckt wurden und der
verlebte
Sänger buchstäblich in Rosen gebettet
liegt“. (37)
„Da Dr. d’Alquen begraben lag,“ erinnert
sich A. W.
v. Zuccalmaglio (Erinnerungen, III, S. 818), „fehlte mir die
Lust
der botanischen Sammlung. [...]. D’Alquens Vögel
wanderten
an Freunde - aber seine botanische Sammlung auf den
Düngerhaufen,
damit das Papier, in welches sie eingelegt gewesen, zu Düten
benutzt werden konnte.“
Die Sterbeurkunde (hier
klicken) ist von seinem
zweiten Sohn, Franz Georg Carl
d’Alquen,
31 Jahre alt, unterzeichnet. Seine Witwe überlebte ihn
dreizehn
Jahre. Sie starb am 21. Dezember 1876 73 Jahre alt an
Altersschwäche in Essen, wo sie bei ihrem Sohn Hermann gelebt
hatte. Die Gräber sind längst aufgelassen
worden.
Erinnernswert sind noch folgende Bemerkungen Vinzenz von Zuccalmaglios
(38): Jean d‘Alquen habe über eine schöne
Sprache
verfügt; er sei eine stattliche Erscheinung gewesen,
scharfsinnig,
humorvoll, gerade, großzügig. Er sei für
eine
Universitätsprofessur vorgeschlagen worden, die er jedoch
abgelehnt habe. Er habe körperliche, „geistige und
sittliche“ (39) Gebrechen gleichermaßen behandelt
und keine
Scheu vor ansteckenden Krankheiten gehabt.
Im Jahr nach seinem Tode erfährt Dr. d’Alquen eine
besondere
Ehrung: Am 27. Juli 1864 wird in der Mülheimer
Schützenhalle
vor tausend Zuhörern ein
d’Alquen-Gedächtnis-Konzert
gegeben. Was zu seinen Lebzeiten wegen seiner Bescheidenheit undenkbar
gewesen wäre, nun konnte es durchgeführt werden. Dies
blieb
übrigens das einzige öffentliche Konzert, das
ausschließlich seinen Werken gewidmet war (40).
Gleichfalls 1864 erschien besagte „anonyme“
Biographie bei
Samuel Lucas in Elberfeld. Den Freunden wird Vinzenz von Zuccalmaglio
als Autor nicht verborgen geblieben sein. Sie wurde 1881 unter seinen
„kleineren Schriften“ nun mit seinem Namen
aufgeführt
und gekürzt in seiner Erinnerungsschrift „Die
Vorzeit“
nochmals veröffentlicht.
1869 stirbt Anton Wilhelm von Zuccalmaglio, „Wilhelm von
Waldbröhl“, Freund und Anreger Jean
d’Alquens. Die
beiden waren sehr großzügig miteinander umgegangen:
Zuccalmaglio überließ Jean Texte; Jean vertonte sie.
Ihre
Namen wurden oft nicht genannt. So erklärt es sich,
daß
vieles unter Jeans Liedern ohne Erwähnung des Autors blieb und
daß manches Lied gesungen wurde und vielleicht noch wird, das
von
Dr. d’Alquen stammt, und niemand weiß es. A. W. v.
Zuccalmaglio wird als der Vermittler zwischen den alten, verklingenden
Traditionen und den neuen Bedingungen der bürgerlichen
Musikpflege
bezeichnet (41). Hierbei habe ihn Dr. d’Alquen
unterstützt,
der Zuccalmaglios Volkslieder besonders für Chöre
bearbeitet
habe. August Wilhelm von Zuccalmaglios Texte wurden auch von
Mendelssohn-Bartholdy, Loewe und am nachhaltigsten von Brahms
übernommen.
1880 erscheint zum 50jährigen Bestehen der Mülheimer
Realschule eine Festschrift, in der der Direktor Dr. Cramer einen
Artikel über Dr. J. P. C. d’Alquen
veröffentlicht.
1880 erfolgte die erste Erwähnung des Dr. d’Alquen
in einem
Lexikon mit einigen wenigen, z. T. falschen Angaben, die
spätere
Autoren ungeprüft übernahmen. Es ist die
„Biographie
universelle des musiciens et bibliographie
générale de la
musique par F. J. Fétio, Paris 1880“, 1. Band, S.
76 f.
Hier ist auch Jeans Bruder Franz d’Alquen in Brighton und
London
erwähnt.
Etwa 1906 übernimmt das „Musikalische
Conversationslexikon [...]“ die o. e. Angaben.
1926 erscheint am 12. August in der „Rheinischen
Volkswacht“ ein Artikel über d’Alquen, den
„Mülheimer Tondichter“.
1930, 1935 und 1937 wird in Leichlingen das „alte deutsche
Volksspiel: Das Maifest“ nach Texten der Gebrüder
Zuccalmaglio und in der Vertonung von d’Alquen und Ferdinand
Lützenkirchen für Männerchor und
Bläser
aufgeführt.
1936 überträgt der Reichssender Köln am 29.
Juni von
17.05 Uhr bis 17.25 Uhr Lieder von Peter Cornelius d’Alquen.
Die
Einführung verfaßte Dr. Heinz Freiberger.
1938 hört man über den Deutschlandsender Lieder und
Kammermusikwerke von J. P. C. d’Alquen, dazu einen Vortrag
von
Dr. H. Westkamp. Die Deutsche Grammophongesellschaft bietet im gleichen
Jahr die „Große Sonate in d-moll“ als
Schallplatte
an. Inspirator der Sendung und des Drucks der Schallplatte war Rolf
d’Alquen.
Am 1. August 1939 bringen Radio Bremen und der Deutschlandsender
fünf Lieder und die Sonate in F-Dur zu Gehör. Diese
Sendung
nannte sich: „Einer der vergessen ist - Johann Peter
Cornelius
d’Alquen“.
Bis ins Jahr 1972 dauert nun das Vergessen an. Im Rheinischen Merkur
(42) erscheint von Andreas von Imhoff eine ausführliche
bibliographische Würdigung und Aufzählung der Werke.
1982 macht sich Rolf d’Alquen daran, sämtliche Werke
seines
Urgroßvaters aufzuspüren. Die von Imhoff genannten
können ergänzt werden durch verstreut in
Familienbesitz
Befindliches. Wie schon erwähnt, stiftet Rolf
d’Alquen das
gesamte Material der Universität Köln, den
„Kompositorischen Nachlaß des Johann Peter
Cornelius
d’Alquen“.
1983 bedankt sich die Arbeitsgemeinschaft für rheinische
Musikpflege e. V. in ihren Mitteilungen Nr. 67, November 83, S. 139 ff,
für die Überlassung einer Kopie der Arbeit von Rolf
d’Alquen.
Endlich kommt es am 8. Juni 1985 im Hause von Gunter
d’Alquen,
einem weiteren Urenkel des Arztes und Komponisten, in
Mönchengladbach wieder zu einer akkustischen
„Begegnung mit
J. P. C. d’Alquen“.
Am 13. Juni 1987 befaßt sich eine Fachtagung in Burscheid
anläßlich des 175jährigen Bestehens der
Musicalischen
Academie von 1812 mit dem „Aufbruch einer
bürgerlichen
Musikkultur im Bergischen Land“. Das letzte Referat
hält
Wolfram Goertz über J. P. C. d’Alquen. Der Abend
bringt ein
Kammerkonzert mit Liedern von Brahms, d’Alquen, Schumann,
Mendelssohn-Bartholdy, Carl Maria von Weber und das Streichquartett Nr.
11 (1855) von d’Alquen.
Schließlich wurde im August 1988 in Bergisch-Gladbach das
Kindersingspiel von W. v. Waldbröhl (A. W. v. Zuccalmaglio) in
der
Vertonung von J. P. C. d’Alquen (43) und der Bearbeitung von
Frau
Else Yeo aufgeführt.
Am 2. September 2007 wurde im Schlosspark von Wasserlos ein Konzert mit
dem Titel „Hochzeitsbraten…“ heitere Szenen und
Lieder von Mozart, Schubert, d’Alquen und anderen auf der
Parkbühne im Schlosspark zur Aufführung gebracht.
"Das Programm stellte Bezüge zu der wechselhaften und teils noch im Dunkeln liegende
Geschichte Wasserlos her, bei der die Musik eine bemerkenswerte Rolle spielte.
So hatte einer der prominentesten Bewohner des Anwesens, der spätere Herzog
Ludwig von Württemberg, persönlichen Kontakt zu Wolfgang Amadeus Mozart, der ihm
ein - leider verschollenes - Flötensolo (KV 33 a) komponierte und widmete.
Bislang im Verborgenen geblieben waren auch zahlreiche Kompositionen, meist
kurze Vertonungen von Texten und Gedichten, von Jean d`Alquen, der am 18.
September 1800 auf Schloß Wasserlos geboren wurde. " (Zitat Pressedienst Alzenau)
Am 11. November 2007 fand im Rahmen des Bergischen Musikfenster 2007 ein Konzert mit dem Titel: Biedermeier mit d'Alquens
statt. Dort wurden von J.P.C. d'Alquen "Die Vögel", "Gesang der
Schwalben", "Das Vögelein", "Verehrung", "Der Kuss" und vermutlich
erstmals "Das Lied der Hunde" aufgeführt. Das Konzert kann auf
unserer Videoseite angesehen werden. Ingo d'Alquen hielt eine kurze Ansprache.
Es kam zu diesem Konzert, weil Heiner d'Alquen, der ein Schüler
von Carmen Daniela war, diese auf unsere musikalischen Vorfahren
angesprochen hatte. Nachdem ihr Interesse geweckt war, konnte dann
unser Musikarchiv die benötigten Noten zur Verfügung stellen,
und es wurde ein rundum gelungener Abend.
Soweit meine Unterlagen über Wiederaufführungen
seiner Werke.
Der Umfang des musikalischen Schaffens des Dr. d’Alquen ist
nicht
einfach anzugeben. Imhoff (s. Lit.-Verz.) kommt in seiner
Zusammenstellung von 1975 auf 25 Nummern. Bei den meisten handelt es
sich um Liedersammlungen, so z. B. Nr. 8 (8 Lieder), Nr. 9 (10 Lieder),
Nr. 10 (10 Lieder), Nr. 11 (107 Lieder) usw. An Instrumentalwerken
führt Imhoff fünf Nummern auf, z. B. Nr. 22 die
„Große Sonate in d-moll für
Klavier“, die 1939
von der Deutschen Grammophongesellschaft verlegt wurde. Rolf
d’Alquen konnte diese Liste um fünf Nummern
ergänzen,
Kompositionen, die nach 1972 entdeckt wurden.
Zwei davon, die Nr. 26 (F-Dur Sonate für das Pianoforte), am
1.
August 1939 im Rundfunk dargeboten, und Nr. 27 „Entwurf eines
Violinquartetts für meinen Neffen Franky
d’Alquen“,
Sohn seines Bruders Franz in Brighton, lagen u. a. Prof. Douliez zur
Begutachtung vor. Einige der im Druck veröffentlichten Werke,
z.
B. Nr. 3 bei Imhoff, das Chorwerk „Loreley“ mit
Orchesterbegleitung, konnten nicht mehr aufgefunden werden. Andere
Werke, z. B. die hundert Lieder für drei Frauenstimmen, sind
verloren gegangen wie wahrscheinlich eine größere
Zahl
weiterer Werke. Da Dr. d’Alquen nur ganz wenig vor seinem
Tode
selbst veröffentlichte und da er kein Werkeverzeichnis
angelegt
hatte, bleibt unerfindlich, was genau in die Hände seiner
Nachkommen, seiner Freunde und der Musikvereine, für die er
komponierte, gelangte.
Die Kritik über seine musikalische Bedeutung ist
zwiespältig.
Aber Kritik ist immer zeitgebunden. Immerhin wurde anerkennt,
daß
seine Lieder und Klaviersonaten zum zeitgenössisch Besten
gehörten. Er habe zu sehr an Mozarts Muster festgehalten; aber
sein Melodienreichtum, seine gediegenste Durcharbeitung werden
hochgelobt. Manche seiner Lieder seien echtes Volksgut geworden.
Besonders hervorgehoben werden seine Mülheimer
Schützenlieder
und seine kirchlichen Gesänge. Er hatte auch eine katholische
Singmesse komponiert. Einige seiner Werke sind auf Schallplatten und
Tonbändern festgehalten worden. Wenigstens dies Wenige steht
uns
heute als Nachklang eines ungewöhnlich reichen Schaffens zur
Verfügung.
Der kompositorische "Nachlass des Arztes und Komponisten Johann Peter Cornelius d'Alquen" befindet sich im Musikwissenschaftlichen Institut der Universität zu Köln, Albertus-Magnus-Platz 1, 50923 Köln
Tel. 0221 / 470 3476 Fax 0221 / 470 4964
Öffnungszeiten: Im Semester Mo-Do 10-18, Fr 10-14 h, sonst Mo-Do 10-13 und 14-17, Fr 10-14 h.
Bei Archivbenutzung Voranmeldung erbeten.
Ein Verzeichnis seiner musikalischen Werke finden Sie hier.
Einige seiner Noten können hier als PDF- Dateien heruntergeladen werden.
Einige seiner Kompositionen können auch als MP3- Dateien hier heruntergeladen werden.
Aus den Verhandlungen des naturhistorischen Vereins von 1856 haben wir
erstmals einen Text von Dr. med. Johann Peter Cornelius d'Alquen "Zur
Mikroskopie" veröffentlicht. Der Artikel ist 12 Seiten lang und kann
als PDF- Datei (ca. 5 MB) HIER heruntergeladen werden (mit der rechten Maustaste und
"Ziel speichern unter..." wählen.)
Anmerkungen
(1) Vinzenz v. Zuccalmaglio, Kleinere Schriften, 1864
(2) s. Lit.-Verzeichnis, im folgenden zitiert als VZucc mit Seitenzahl
(3) zitiert
nach der Nummer der Mappe und der Nummer des betreffenden
Stückes darin, z. B. 8.15: 8.Mappe, 15. Stück
(4) s. Lit.-Verzeichnis
(5) 1.17
(6) 6.98
(7) VZucc, 17
(7 a) 9.83
(8) VZucc, 5
(9) Bendel, 322
(10) VZucc, 7
(11) Anton
Wilhelm v. Zuccalmaglio, Lebenserinnerungern (im folgenden zitiert als
AWZucc), 167 f
(12) in:
Harless Neues Jahrbuch der teutschen Medizin [...], Bd. 10,
Stück 1, 1825, Art.
6, S. 77 - 79
(13) wie vor
(14) wie vor
(15) Verhandlungen des naturhistorischen Vereines der
preußischen Rheinlande und
Westphalens, hg. V. Prof. Dr. Busge, 10. Jg., 1853
(16) wie Anm. 12, Band 12, Stück 3, 1826, S. 117 - 139
(17) hg. V. Else Yeo, S. 34, 80 ff, 128
(18) im Besitz von Alex d’Alquen, Hoinkhausen
(19) im Besitz von Gunter d’Alquen, Mönchengladbach
(20) Jansen, 141; Becker; bes. Brendel, 323 f
(21)
Verhandlungen des Naturwissenschaftlichen Vereins, XIII. Jg., 1856,
S. 87 ff
(22) in einem Brief an die ehemalige Erzieherin Frl. Feuser
(23) Jansen, 141
(24) Paffrath
(25) 2.28
(26) dito
(27) Else Yeo,
briefl. Mitteilung an Rolf d’Alquen vom 19. Febr. 1982
(28) 3.6 und 6.98
(29) Cramer, 2
(30) wie Anm.21, Jg. 1856
(31) dito 1853
(32) Cramer, 2
(33) Abschrift
aus Rep. 89 H XII - Gen. 2 d, Mappe II (zu G. St. A.
II
748/40)
(34) VZucc 20
(35) AWZucc III, 802
(36) dito, S. 793
(37) VZucc 24 ff
(38) VZucc 20
(39) dito 23
(40) Cramer, 3 und Rolf d’Alquen, Nr. 31
(41) Günther
(42) Rolf d’Alquen, Nr. 24
(43) Remscheider Generalanzeiger, 13. August 1988
Literaturverzeichnis
d’Alquen, Rolf, Der kompositorische Nachlaß des
Johann
Peter Cornelius d’Alquen. Zum Andenken an meinen
Urgroßvater. Privatdruck. Bremen 1982
Becker, Otto, Dr. d’Alquen, ein Mülheimer Tondichter
(in:
Die Rheinische Volkswacht, Nr. 199, 12. August 1926)
Bendel, J., Die Stadt Mülheim am Rhein. Geschichte und
Beschreibung.Sagen und Erzählungen. Mülheim 1913
Cramer, Dr. Franz, Dr. d’Alquen, Anton von Zuccalmaglio und
Vinzenz von Zuccalmaglio (in: Festschrift zur Feier des
50jährigen
Bestehens der Realschule in Mülheim) 1880
Douliez, Prof. Paul., Analysen zu zwölf Nummern der Werke des
Dr.
d’Alquen, davon sieben Nummern mit 46 Liedern, einem
Singspiel und einem Quartett mit Chorgesang, brieflich am 7.
Dez.
1980 an Rolf d’Alquen, 16 S
Günther, Robert, in: Die Musik in Geschichte und Gegenwart.
Allgemeine Enzyklopädie der Musik [...], hg. v. Frdr.
Blume,
Bd. 14, Kassel u. a. 1968, Sp. 1404 ff
Imhoff, Andreas von, d’Alquen, J. P. C. (in: Rheinische
Musiker,
VII. Folge, hg.von Dietrich Kämper, Köln 1972)
Jansen, F. Gustav, Die Davidsbündler. Aus Robert
Schumann’s
Sturm- und Drangperiode [...], Leipzig 1883
Paffrath, Dr. Herbert, 100 Jahre Cäcilienverein,
Köln-Mülheim (in: Beiträge
für rheinische
Musikgeschichte, hg. v. d. Arbeitsgemeinschaft für rheinische
Musikgeschichte durch Prof. Dr. Karl Gustav Fellerer, Köln
1955)
Schnorrenberg, Jakob, Anton Wilhelm von Zuccalmaglio (in: ADB, Bd. 45,
1900, Neudruck 1971, S. 467 ff)
ders., Vinzenz Jacob von Zuccalmaglio (in: ADB, Bd. 45, 100, Neudruck
1971, S. 469 ff)
Yeo, Else, Briefliche Mitteilung an Rolf d’Alquen vom 19.
Februar 1982
W., Franz Egon Graf v. Fürstenberg-Stammheim (in: ADB, Bd. 8,
S.
244 ff; Freund und Patient von J. P. C.
d’Alquen)
Zuccalmaglio, Anton Wilhelm von (Wilhelm von Waldbröhl),
Erinnerungen Bd. I: Kindheit und Jugend. Nach der
Studienzeit (hg. von Else Yeo), Bonn 1988, Bd. II: Die Zeit in Warschau
(hg. v. Else Yeo), Bonn
1990, Bd. III: Zeit der Entdeckungen (hg. v. Else
Yeo), Bonn 1991
Zuccalmaglio, Vinzenz von (Montanus), Dr. D’Alquen [...]. Ein
Lebensbild. Elberfeld 1864
Zuccalmaglio, Vinzenz (Montanus), Sanitätsrath Dr.
D’Alquen,
der Mülheimer Tondichter (in: Die Vorzeit, 3.
Aufl., II. Bd., S. 263 ff, o. O., o. J.; nach 1863)
Anonym: Begleittext zur Rundfunksendung „Einer der vergessen
ist“ vom 1.August 1939
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