Die ältere hessische Linie
Dr. med. Josef Theodor Emil Dalquen und seine Nachkommen


Josef Theodor Emil Dalquen war der zweite Sohn des Konrad Josef Dalquen. Er verbrachte seine Kindheit in Himbach, Vöhl, Wörrstadt und als Gymnasiast in Mainz. Zum Medizinstudium ab 1863 zog er - wie schon sein Vater - an die Universität Gießen bis 1868/69 (?). Auch ihm gelang nicht die dauerhafte Niederlassung in Seligenstadt. 1869 heiratete er als Dr.med. Therese Christine Heinrichs, ließ sich als Arzt in Heßloch nieder und übersiedelte 1871 nach Guntersblum bis 1888.

In diesen 17 Jahren betätigte er sich, anscheinend nicht immer erfolgreich, auch als Winzer eines Weingutes von etwa 25 Morgen Umfang. Dr.Ludwig Dalquen, sein Sohn, erzählt in seinen Erinnerungen, wie er als etwa fünfjähriger in einen riesigen Weinbottich fiel und in den Trauben fast ertrunken wäre, auch die andere Geschichte, wie die Guntersblumer mit großem Aufwand 400 bis 500 Flaschen Wein für eine Prämierung in Darmstadt auswählten und mit einem Fuhrwerk abschickten. Die nach zwei Tagen erwartete Nachricht von der Preisverleihung traf nicht ein, doch am dritten Tage der Fuhrknecht mit den leeren Flaschen. In ihrer Großzügigkeit hatten die Guntersblumer ein ganzes Regiment in Darmstadt stationierter Soldaten eingeladen, das den Wein bereits vor der Prämierung ausgetrunken hatte.

Dr.med. Theodor Dalquen beschloß seine ärztliche Tätigkeit und sein Leben in Mainz am 12.1.1899. Seine Frau verstarb am 8.XI.1918 in Heßloch. Die beiden hatten folgende Kinder:

1.    Ludwig Matthias Dalquen, geb. am 10.III.1870 in Heßloch, gest. am 17.VIII.1951 in Ostheim;
2.    Anna Dalquen, geb. am 5.VI.1871 in Heßlochj
3.    Heinrich Peter, geb.6.I.1873 in Guntersblum;
4.    Friedrich, geb. am 2o.IX.1878 in Gumtersblum, gest. in Leizig (?);
5.    Maria Auguste 1881-1928.

zu 1) Dr.med Ludwig Dalquen setzt die Stammreihe fort.
zu 2) Anna blieb unverheiratet und lebte bis zu ihrem Tode zunächst in der Familie ihres Bruders Ludwig, später in der ihres Neffen Paul.
zu 3) Heinrich Peter Dalquen heiratete Alma Brinkmann. Über sein Leben und eventuelle Nachkommen ist nichts bekannt.
zu 4) Friedrich Dalquen war Antiquariatsbuchhändler in Leipzig. Er heiratete am 4.V.1909 in Chemnitz Gertrud Margarethe Schwalbe, Tochter des Kaufmanns Paul Schwalbe aus Chemnitz und der Hedwig, geb.Melzer.
Beider Sohn Dr.med. Ludwig Maximilian Victor Fritz Dalquen wurde in Göttingen am 24.1.1914 geboren, wo der Vater sein erstes Antiquariat betrieb. Er lebte vorübergehend in Frankfurt am Main-Hausen, war Arzt und starb ledig in einem russischen Kriegsgefangenenlager.
zu 5) Marie Auguste war mit dem Düsseldorfer Buchhändler Willi Mataré verheiratet, mit dem sie drei Kinder hatte.
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