Die jüngere hessische Linie
Franz Josef Dalquen


Franz Josef Dalquen


Franz Josef Dalquen, Sohn des Michael Josef und seiner Frau Helene, geboren am 10.10.1924 in Oberlahnstein am Rhein.
Von 1929 bis 1939 wuchs er in Wies­baden auf, danach bis 1943 in Nürnberg. Es folg­ten Wehrdienst und Englische Kriegsgefangenschaft bis 1947, Studium in Erlangen und Einsatz im Gymnasialdienst in Tegernsee, Augsburg, Barcelona und Gersthofen.

1984 verheiratete er sich mit Rita Lutzmann, geb. Morgenstern, geboren am 9.6.1942.

Seit der Ruhestandsversetzung 1986 lebt das Ehepaar in München.
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Über seine Arbeit für die Familie schrieb Franz Josef im XXI. Bericht den folgenden Text:

Mit diesem XXI. Bericht zur Geschichte unserer Familie ist ein Vorhaben zum Abschluss ge­kommen, das Rolf d'Alquen von Anfang an, d. h. seit den 30er Jahren, das wichtigste war: die zusammenhängende Darstellung der Linien und Zweige der Nachkommen des Theo­dor/Dieter Dalken.

Es ließ sich nicht vermeiden, dass später hinzugekommene neue Erkenntnisse dazwischen geschoben werden mussten. So entstand seit 1966 in zunächst noch gemeinsamer Arbeit von Rolf d'Alquen und mir ein eher buntes und uneinheitliches Bild, mitunter auch üppige Abweichungen.

Aber auch hier war mir wesentlich, dass alle - auch wenn es sich um Details handelte - Fak­ten gesammelt und veröffentlicht wurden, damit irgendwann irgendwer ohne größere Mühe weiter machen kann.

Ein anderes Anliegen war mir, die Geschichte der Familie immer im Zusammenhang mit der Zeitgeschichte zu sehen und durchscheinen zu lassen, dass unsere Vorfahren nicht nur Handelnde, sondern mitunter auch geschlagene Kinder ihrer Zeit waren.

Die Beschäftigung mit der Familiengeschichte hat mich sehr bereichert. Da dies kein Hob­by war, sondern eher eine Leidenschaft, fiel es mir nicht schwer, gewisse Opfer zu bringen und solche auch von meiner Umgebung zu erwarten. „Leidtragender" meiner Leiden­schaft war zunächst meine Mutter, die sich oft darüber beklagte, dass ihr an Zuwendung abgehe, was ich der Familie widme. Und nicht besser erging und ergeht es meiner Frau, weshalb ich ihr für das Verständnis, die Geduld und oft über Gebühr empfangene Nach­sicht sehr dankbar bin, ganz abgesehen davon, dass sie stets ohne Widerstand das Korrek­turlesen übernahm und Kritisches anmerkte.
Dass ich auf Grund der Beschäftigung mit der Familiengeschichte sehr erfreuliche Bekannt­schaften mit den näheren und entfernteren Verwandten machen konnte, ist auch eines der erfreulichen Ergebnisse unserer Arbeit. So lässt sich heute sagen, dass nur wenige An­gehörige der verschiedenen Linien voneinander nichts wissen; eher das Gegenteil ist der Fall: Sie wissen alle voneinander und darüber hinaus lernten sich manche auch kennen: die deutschen, die englischen, die kanadischen Dalquen/d'Alquen und sogar ihre Toch­ternachkommen.

Bereichert hat mich auch die Notwendigkeit, mich in Themen zu vertiefen, die mir von meiner Ausbildung her fremd waren. So musste ich mich vor allem mit Handschriftenkunde beschäftigen, was ich in vier Semestern Seniorenstudium an der Universität München be­trieben habe.
Im technischen Bereich haben Rolf und ich viel dazu gelernt. Unsere ersten Berichte wur­den noch auf Wachsmatrizen geschrieben und selbst abgezogen. Später schrieben wir die Texte mit der Schreibmaschine und brachten die Originale zur Vervielfältigung zum Drucker. Hier reizte dann, die Texte anspruchsvoller zu gestalten, ihnen also ein besseres Layout angedeihen zu lassen. Und schließlich tut nun der Computer seine Dienste, dessen Hand­habung eine große Herausforderung war und zugegebenermaßen noch ist.

Geld verdienen läßt sich mit unserem Unternehmen nicht. Schon Rolf d'Alquen war der Ansicht: Was wir tun, tun wir in erster Linie zu unserem Spaß, und den sollen wir uns auch etwas kosten lassen. Aber immerhin sollten die Empfänger der Berichte an den reinen Sachkosten beteiligt werden, also für den Drucker, das Porto, die Verpackung, fürs Papier, für Kopien, Gebühren u. ä. Erfreulicherweise hat sich gezeigt, dass die Spendenfreudigkeit etwa eines Drittels bis zur Hälfte der Empfänger zur Deckung dieser Kosten ausreichte, so dass regelmäßig mit einem befriedigenden Überschuss an die nächste Produktion herangegangen werden konnte.

Aus dem Ausgeführten wird klar, dass ein Abschied unübersehbar geworden ist. Es wird wohl über ein Jahr noch den XXII. Bericht geben, für den ich ein Gesamtregister plane sowie vielleicht noch kleinere Ausarbeitungen und Nachträge und Korrekturen, aber die Be­arbeitung größerer Themen gilt für mich nun als abgeschlossen. Dabei stünden noch viel­versprechende an, so etwa die Durchsicht der Fleischbein-Akten im Staatsarchiv Würzburg oder der Besuch des Staatsarchivs in Lüttich.

Nachdem also noch eine weitere Begegnung bevorsteht, gilt mein Abschied nur als ange­kündigt. Mein Lebensalter gibt mir ein gewisses Recht, wenn es nicht eine Pflicht ist, meine sehr umfangreiche Hinterlassenschaft in Ordnung zu bringen. Doch hierüber dann später.

In diesem Sinn wünsche ich für das bevorstehende Jahr 2001, das 35. seit meiner ersten Begegnung mit Rolf d'Alquen, die die gemeinsame Arbeit auslöste, alles Gute und grüße herzlich
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www.dalquen.info