Die jüngere hessische Linie
Franz Anton Dalquen und seine Nachkommen


Franz Anton Dalquen
F
ranz Anton Dalquen folgte als 8.Kind
des Michael Dalquen und seiner Frau Auguste, geboren am 7.VII.1866, getauft am 11.VII. (ATf 81).

Franz Weingärtner und Vater Karl Anton Weingärtner waren die beiden Paten und Namengeber. Franz war zunächst Lehrling in der Bäckerei seines Vaters. Nach deren Schließung absolvierte er eine Schlosserlehre, wohl nach dem Vorbild seines erfolgreichen älteren Bruders Jakob in Frankfurt.

Er heiratete am 25.VIII.1894 (Reg 29) in Seligenstadt Katharina Friedmann aus Seligenstadt, Tochter des Postboten Michael Friedmann und der Josepha, geb. Griesfeller. Sie war geboren am 2.IV.1874 und starb am 21.VI.1953 zu Koblenz-Horchheim. Trauzeuge war u.a. Hermann Josef III Dalquen.

Anscheinend war zu dieser Zeit der Broterwerb in Seligenstadt nicht einfach. Viele Männer fuhren als Pendler zu Arbeitsplätzen in die Umgebung, z.B. in Offenbach. Franz Dalquen arbeitete längere Zeit bereits vor seiner Verheiratung als Gerber in einer Offenbacher Lederfabrik.

Nach dem Tode seiner Mutter Auguste am 27.II.1909 (Reg 16) verkaufte er das Haus in der Grabenstr.15 (damals 13) und übersiedelte mit der Familie 1910 nach Frankfurt am Main, Frankenallee 10, später 68, wo er bei seinem Bruder Jakob als Magazinverwalter arbeitete.
Nach 1915 trat er allerdings wegen der Unverträglichkeit der beiden wieder aus dem Betrieb aus. Dies und weitere Zwistigkeiten, so mit seinem Bruder Josef in München wegen des Hausverkaufs in Seligenstadt vor Gericht, mögen die Ursache gewesen sein, daß der sensible Mann krank wurde und daß die Brüder und deren Nachkommen jahrzehntelang den Kontakt mieden.

Nach mir vorliegenden Briefen litt Franz Dalquen spätestens seit 1913 an einem quälenden Magenleiden . Die genaue Ursache wurde nie geklärt. Er starb nach einer gelungenen Magenoperation überraschend am 13.11.1915 und hinterließ seine Frau und vier Kinder.

a)    Juliane Auguste, geboren am 18.11.1896 (Reg 11) in Seligenstadt, heiratete in Oberlahnstein am 4.VI.1921 den Hauptlokomotivführer Johann Huckestein aus Düsseldorf. Sie starb am 29.V.1952 in Bischofsheim bei Mainz.

b)    Katharina Cornelia wurde am 21.VII.1898 in Seligenstadt geboren. Sie erlernte das Schneiderhandwerk und heiratete in Oberlahnstein am 9.IX.1922 Josef Kaiser als Seelbach bei Nassau. Sie starb am 4.VI.1981.


Michael Josef Dalquen und seine Frau Helene  c)  Michael Josef Dalquen ( Sohn des Franz Anton) wurde am 24.VI.1900 zu Offenbach am Main geboren. Gerade war seine Mutter turnusgemäß an der Reihe,ihren Vater Michael Friedmann in seiner Offenbacher Wohnung Bleichstr.7 zu versorgen.
Seine Kindheit verbrachte er mit drei Schwestern im Haus der Großmutter in Seligenstadt. Nach deren Tod am 27.II.1909 wurden das Haus und die kleine Landwirtschaft verkauft. Die Familie übersiedelte nach Frankfurt am Main (s.o.). 14jährig trat Josef bei seinem Onkel Jakob Dalquen eine Lehre als Kunst- und Bauschlosser an. Als er 15 Jahre alt war, verlor er den Vater. Nach Beendigung seiner Lehre 1918 war er ein paar Monate Matrose in Wilhelmshaven, wo 
er die Matrosenrevolte, das Kriegsende und den Zusammenbruch des Kaiserreichs erlebte.
Seine Mutter hatte sich inzwischen nach Oberlahnstein am Rhein wiederverheiratet. Dorthin übersiedelte er, trat in den Eisenbahndienst und verheiratete sich am 1.VIII.1922 mit Helene Dienst, geb. am 28.X.1896, Tochter des Schreiners Franz Josef Dienst aus Ostritz in Sachsen und der Hebamme Barbara Zipp, verwitwete Frank.
 
1924 wurde hier der Sohn Franz Josef geboren. 1928 wurde er als Lokomotivführer-Anwärter nach Wiesbaden und 1938 als Lokomotivführer nach Nürnberg versetzt. 1960 war er krankheitshalber in den Ruhestand versetzt worden. 1966 übersiedelte das Ehepaar nach Gersthofen bei Augsburg, wo inzwischen der Sohn wohnte. Josef Dalquen starb an Herzversagen am 19.XI.1975, seine Frau Helene am 17.X.1992,
 
Josef und Helene Dalquen hatten den Sohn Franz Josef, geboren am 10.X.1924 in Oberlahnstein am Rhein. Von 1929 bis 1939 wuchs er in Wiesbaden auf, danach bis 1943 in Nürnberg. Es folgten Wehrdienst und Englische Kriegsgefangenschaft bis 1947, Studium in Erlangen und Einsatz im Gymnasialdienst in Tegernsee, Augsburg, Barcelona und Gersthofen. 1984 verheiratete er sich mit Rita Lutzmann, geb. Morgenstern, geboren am 9.VI.1942- Seit der Ruhestandsversetzung 1986 lebt das Ehepaar in München.

Rita und Franz Josef Dalquen
Rita und Franz Josef  Dalquen



d) Viertes und letztes Kind des Franz Anton Dalquen und seiner Frau Katharina war Ottilie (Tilli). Sie wurde am 26.VIII.1906 in Seligenstadt geboren. Sie übersiedelte mit ihrer Mutter anläßlich deren Wiederverheiratung nach Oberlahnstein am Rhein. Hier heiratete sie am 19.XI.1932 den Hauptlokomotivführer Fritz Rees. Tilli verstarb an Darmkrebs am 22.I.1970.
www.dalquen.info